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Die Konfliktparteien verhandeln erstmals

Oppositions- und Regierungsvertreter in Südsudan haben erste Gespräche über einen Waffenstillstand aufgenommen. Währenddessen kam es zu heftigen Schusswechseln vor dem Präsidentenpalast.

Verhandlungen im benachbarten Äthiopien: Exponenten der Opposition warten auf den Beginn der Gespräche in Addis Abeba. (4. Januar 2014)
Verhandlungen im benachbarten Äthiopien: Exponenten der Opposition warten auf den Beginn der Gespräche in Addis Abeba. (4. Januar 2014)
AFP

Die Konfliktparteien des Südsudan haben sich heute in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu ersten Gesprächen über einen Waffenstillstand getroffen. Dies teilte der äthiopische Aussenminister mit.

«Vertreter der Regierung und der Opposition des Südsudan haben offiziell Gespräche aufgenommen», hiess es in dem Communiqué. Die Verhandlungen sollen helfen, den Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir und seinem langjährigen Rivalen und früheren Stellvertreter Riek Machar beizulegen, der seit dem 15. Dezember zu heftigen Kämpfen mit tausenden Toten geführt hat.

Trotzdem kam es auch heute in der Hauptstadt Juba zu Gefechten zwischen den verfeindeten Gruppen. Explosionen und heftige Schusswechsel seien vor allem aus dem Quartier zu hören gewesen, in dem der Präsidentenpalast, das Parlament und mehrere Ministerien liegen, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP vor Ort.

Unterschiedliche Ethnien

Präsident Kiir hatte Machar im Juli als Vize-Präsident entlassen. Vor zwei Wochen warf er ihm dann vor, einen Putsch geplant zu haben. Zu der politischen Rivalität kommt hinzu, dass die beiden Männer unterschiedlichen Ethnien angehören: Während Kiir der Volksgruppe der Dinka entstammt, gehört Machar zur Volksgruppe der Nuer.

Seit der Eskalation der Gewalt eroberten die Anhänger von Machar mehrere Städte. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden rund 200'000 Menschen in die Flucht getrieben.

SDA/rbi

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