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«Die Gefahr ist da, dass der Irak zum christenfreien Gebiet wird»

Über 100'000 irakische Christen sind auf der Flucht vor den Jihadisten. Zur zunehmend dramatischen Lage der Christen äussert sich Kamal Sido, Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Bulent Kilic, AFP
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Burhan Ozbilici, Keystone
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Reuters
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Bei seinem Terrorfeldzug im Irak eroberte der Islamische Staat (IS) Mitte Juni die Stadt Mosul, eine Heimat der irakischen Christen, der Assyrer, Chaldäer und Aramäer. Die IS-Extremisten stellten am 18. Juli den Christen ein Ultimatum: Konversion zum Islam oder Zahlung eines hohen Schutzgeldes – oder Tod durch das Schwert. Wer fliehen konnte, tat dies. Die letzten 300 christlichen Familien flohen in die Ninive-Ebene nordöstlich von Mosul. Seit Ende Juli ist Mosul eine christenfreie Stadt.

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