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Die Blauhelme bleiben – trotz Drohungen in der Elfenbeinküste

Die Vereinten Nationen werden ihre Soldaten nicht aus dem Land abziehen. Am Samstag wurde bereits auf die Truppen gefeuert.

Gewalt im Land: Soldaten sichern eine Kundgebung zugunsten von Laurent Gbagbo in Yopougon am 18. Dezember.
Gewalt im Land: Soldaten sichern eine Kundgebung zugunsten von Laurent Gbagbo in Yopougon am 18. Dezember.
Reuters

Die Truppen würden ihr Mandat trotz der Aufforderung des abgewählten Staatschefs Laurent Ggagbo zum Rückzug erfüllen, sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon am Samstag in New York. Ggabgo hatte zuvor im Streit um den Ausgang der Präsidentenwahl die UNO-Friedenstruppen und die französischen Soldaten auifgefordert, das Land zu verlassen. Die Truppen hätten sich massiv in die inneren Angelegenheiten des Landes eingemischt, hiess es zur Begründung.

Der Konflikt zwischen Gbagbo und seinem Herausforderer Alassane Ouattara über den Ausgang der Präsidentenwahl war in den vergangenen Tagen eskaliert. Beide beanspruchen den Sieg für sich. Frankreich, die USA und die EU haben Gbagbo zum Rücktritt aufgefordert und andernfalls mit Sanktionen gedroht.

Schüsse auf einen Stützpunkt

Was den UNO-Truppen drohen könnte, war am Samstagmorgen zu erahnen. Sechs Maskierte in Uniformen eröffneten das Feuer auf einen UNO-Stützpunkt in der Elfenbeinküste. Bei dem anschliessenden Feuergefecht soll einer der Angreifer getötet worden sein, teilte ein Sprecher mit. UNO-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Die Vereinten Nationen haben seit dem Bürgerkrieg 2002/2003 rund 10'000 Soldaten in dem westafrikanischen Land stationiert. Unterstützt werden sie von der früheren Kolonialmacht Frankreich.

SDA

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