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Der Ungehorsam der arabischen Frauen

Araberinnen machen sich für ihre Rechte stark wie nie zuvor. Mit immer grösserem Mut verkünden sie via Internet und mittels Protestaktionen ihre Forderungen – wenns sein muss, auch nackt.

Gegen Verbote, für die Frauenrechte: Die Saudiaraberin Manal al-Scharif steuerte trotz Fahrverbots für Frauen ein Auto und stellte das Video auf Youtube.

Der Fall der 20-jährigen Ägypterin, die in ihrer Heimat mit gebloggten Aktfotos eine Welle der Entrüstung auslöste und sogar Todesdrohungen erhielt, ist nur eine von vielen Protestaktionen, die dieses Jahr durch islamische Frauen durchgeführt wurden. Ende Oktober hatte al-Mahdi in ihrem Blog «a rebel's diary» (Tagebuch einer Rebellin) ein Schwarzweiss-Selbstporträt – auf dem sie ausser halterlosen Strümpfen und roten Ballerinas nichts trägt –, mehrere Aktzeichnungen und das Bild eines nackten Mannes gepostet. Dies tat sie, um für die Ausdrucksfreiheit zu protestieren. Eine gewagte Aktion, denn in Ägypten ist Nacktheit, auch in der Kunst, verboten. Genauso wie das Küssen in der Öffentlichkeit – ein Verbot, das al-Mahdi und ihr Freund Karim Amer ebenfalls missachtet haben. Solidarität erfährt die junge Ägypterin nun aus Israel: Am Wochenende unterstützte eine Gruppe von Aktivistinnen unter der Führung der 28-jährigen Or Tepler die in Ungnade gefallene Bloggerin – sie zeigten sich ebenfalls nackt (siehe Box).

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