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Der scheinbare Wandel des Bashar al-Assad

Der IS ist das Beste, was Assad passieren konnte. Jeder neue Sieg der Terroristen mobilisiert weitere westliche Verbündete für den syrischen Diktator.

Vor genau einem Jahr schlugen sich die USA mit der Frage herum, ob sie Syrien bombardieren sollten. Syriens Präsident Bashar al-Assad hatte 1400 Menschen durch Giftgas ermordet, es war Präsident Barack Obamas «rote Linie». Die Menschen in Damaskus bereiteten sich auf das Schlimmste vor.

Heute, ein Jahr danach, denkt der Westen erneut über Luftangriffe auf Syrien nach. Nur freut sich Assad diesmal auf die amerikanischen ­Bomber, denn sie würden nicht ihn treffen, sondern die Extremisten des Islamischen Staats (IS). Assad, der Giftgasmörder von letzten Jahr, robbt sich Zentimeter für Zentimeter zurück in die Weltgemeinschaft. Eine inter­nationale Allianz mit Amerika, Gross­britannien, Frankreich – vor Monaten undenkbar – scheint plötzlich machbar.

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