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Boykott wegen Mugabe

Botswanas Präsident Seretse Khama nimmt nicht am Gipfel der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft teil. Der Grund: Auch Robert Mugabe ist eingeladen.

Angesichts der ungelösten Regierungsbildung nach den umstrittenen Wahlen in Zimbabwe sollten Präsident Mugabe und sein Team nicht mit einer Einladung zu dem Treffen am Wochenende in Johannesburg legitimiert werden, erklärte heute die Regierung in Gaborone. Botswana werde deshalb lediglich seinen Aussenminister entsenden.

Deutscher Appell an Nachbarstaaten

Kurz vor der Tagung der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) forderte die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Entmachtung Mugabes. Die Nachbarstaaten müssten nun Druck machen, erklärte sie in Berlin. «Die südafrikanischen Nachbarländer Zimbabwes sind aufgerufen, Mugabe endlich in aller Deutlichkeit klar zu machen, dass eine neue Regierung in Zimbabwe notwendig ist, die den Willen der zimbabwischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen muss.»

Weiter erklärte die SPD-Politikerin, die Menschen in Zimbabwe litten unter der katastrophalen Versorgungslage, in die Mugabe das Land geführt habe. Gleichzeitig werde der notleidenden Bevölkerung der Zugang zur humanitären Hilfe von Nichtregierungsorganisationen vorenthalten. «Diese unsägliche Geiselnahme des eigenen Volkes muss sofort ein Ende haben», verlangte die Ministerin. Auch hier sei die SADC gefordert.

AP/ret

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