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Boko Haram lässt Dutzende Mädchen frei

Rund 80 der vor drei Jahren von der Islamistengruppe Boko Haram verschleppten Schülerinnen sind frei gekommen. Die Schweiz hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt.

82 Mädchen sind frei: Die Islamistengruppe Boko Haram hat sie vor drei Jahren verschleppt. Video: Tamedia/Reuters

Drei Jahre nach der Entführung von hunderten Schülerinnen durch Islamisten in Nigeria sind 82 der Mädchen freigelassen worden. Dem sind jahrelange Verhandlungen vorausgegangen. Die Mädchen kamen laut Regierungsangaben im Rahmen eines Gefangenenaustausches mit der Islamistengruppe Boko Haram frei.

Die Schülerinnen sollen am Sonntag in die Hauptstadt Abuja gebracht werden, erklärte das nigerianische Präsidentenamt und bestätigte damit erste Meldungen über die Freilassung.

Schon oft vom Militär tot gemeldet: Abubakar Shekau führt die Terrormiliz in Nigeria an. (12. Mai 2014)
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Keystone
Stolz präsentiert sich die Terrormiliz der Öffentlichkeit. Die Taten der Gruppe um Abubakar Shekau sind greulich. Jetzt soll aber der nigerianischen Armee ein grosser Schlag gelungen sein. (31. Oktober 2014)
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Keystone
Bombenanschläge der extremen Islamisten sind keine Seltenheit. (31. Juli 2015)
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Jossy Ola, Keystone
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Aus Militärkreisen hiess es, die freigelassenen Mädchen würden gegenwärtig in einer Region an der Grenze zu Kamerun von Ärzten untersucht. Sie sollen dann zunächst in die Stadt Maiduguri geflogen werden.

Erste Freilassung seit Oktober

Boko Haram hatte Mitte April 2014 insgesamt 276 Schülerinnen einer Mädchenschule verschleppt. 57 Mädchen konnten kurz nach ihrer Entführung entkommen; die übrigen 219 wurden von Boko Haram festgehalten.

Im vergangenen Oktober liess die Islamistengruppe dann nach Verhandlungen mit der nigerianischen Regierung eine erste Gruppe von 21 Mädchen frei.

Schweizer Hilfe

Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Mindestens 20'000 Menschen wurden in dem Konflikt seit 2009 getötet. Tausende Zivilisten wurden seither verschleppt.

Die Verhandlungen waren von der Schweizer Regierung und dem Internationalen Roten Kreuz vermittelt worden, wie die Regierung Nigerias erklärte. Sie bedankte sich bei der Schweiz und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes sowie weiteren Nichtregierungsorganisationen für die Hilfe bei den «langwierigen Verhandlungen».

afp/sda/sep

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