Zum Hauptinhalt springen

Blatters Geschenk für Irans Präsidenten

Der Fifa-Boss weilt derzeit in Teheran. Nach dem Treffen mit Präsident Hassan Rohani hat er sich noch weitere Ziele vorgenommen.

cpm
Ein Treffen fürs Fotoalbum: Sepp Blatter und Hassan Rohani. (6. November 2013)
Ein Treffen fürs Fotoalbum: Sepp Blatter und Hassan Rohani. (6. November 2013)
Twitter-Account Rohani

Fifa-Chef Sepp Blatter reiste auf Einladung des iranischen Fussballbundes nach Teheran. Beim Treffen mit Hassan Rohani übergab Blatter dem iranischen Präsidenten einen Fifa-Wimpel. Blatter wird im Iran sowohl dem Ministerium für Sport und Jugendliche und dem Fussballbund einen Besuch abstatten, als auch am zweiten Kongress für Wissenschaft und Fussball und am Fussballfestival für Jugendliche unter 12 Jahre teilnehmen.

Blatter will am Samstag auch den Emir von Katar treffen. Der Fifa-Chef räumt dringenden Gesprächsbedarf über die Situation der Arbeiter auf den Baustellen für die Fussball-WM 2022 ein. «Es gibt einige soziale Probleme verbunden mit den Arbeitsbedingungen dort», wird der Walliser auf der Fifa-Website zitiert. «Ich werde eine sehr interessante Diskussion mit ihm haben und werde am 4. und 5. Dezember dem Exekutivkomitee in Brasilien berichten», meinte Blatter weiter.

Zuletzt hatten Menschenrechtsorganisationen unmenschliche Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Katar angeprangert. Ausserdem steht wegen der grossen Sommerhitze in Katar eine Verlegung der WM in die Wintermonate im Raum.

SGB: Katar WM entziehen

In die Kritik stimmt heute auch der Gewerkschaftsbund ein. Der SGB fordert in einem Brief vom Schweizerischen Fussballverband (SFV), sich beim Weltfussballverband Fifa aktiv dafür einzusetzen, dass dem Wüstenstaat die WM entzogen wird.

Auf den Baustellen für die Fussball-WM herrschten menschenunwürdige und lebensgefährliche Zustände, schrieb der SGB am Dienstag. Nach Angaben der nepalesischen Botschaft in Katar seien zwischen Anfang Juni und Anfang August auf den Baustellen 44 Bauarbeiter aus Nepal ums Leben gekommen.

Gleiche Forderung in Deutschland

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) habe festgestellt, dass die Unterkünfte für die Arbeiter in Katar überfüllt und schmutzig und die sanitären Einrichtungen notdürftig seien. Per Brief forderte der SGB SFV-Präsident Peter Gilliéron auf, sich bei der Fifa dafür stark zu machen, dass Katar die WM nicht ausrichten darf.

Der SGB schliesst sich damit einer Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) an den Präsidenten des Deutschen Fussballverbandes (DFB) an.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch