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Assad lehnt Waffenruhe für Aleppo ab

Die USA wollten nur deshalb einen Waffenstillstand in Aleppo, weil die von Washington unterstützten Rebellen «in einer schwierigen Lage» seien, sagte Syriens Machthaber Assad.

Die Möglichkeit einer Waffenruhe «existiere praktisch» nicht: Der syrische Machthaber Bashar al-Assad in einem Interview. (Archivbild)
Die Möglichkeit einer Waffenruhe «existiere praktisch» nicht: Der syrische Machthaber Bashar al-Assad in einem Interview. (Archivbild)
Syrian Presidency, Keystone

Trotz der verheerenden humanitären Lage in der umkämpften Stadt Aleppo hat der syrische Machthaber Bashar al-Assad Forderungen nach einer Waffenruhe zurückgewiesen. Er sagte diese Möglichkeit existiere «praktisch nicht».

In einem Interview mit der syrischen Tageszeitung «Al-Watan» vom Donnerstag warf Assad den USA vor, nur deshalb einen Waffenstillstand zu fordern, weil die von Washington unterstützten Rebellen «in einer schwierigen Lage» seien.

Die USA hatten am Mittwoch gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Kanada die Konfliktparteien zu einem sofortigen Waffenstillstand aufgerufen, um humanitäre Hilfe zu den Menschen in der Stadt bringen zu können.

Seit dem Beginn einer Grossoffensive der Regierungstruppen in Aleppo Mitte November haben die Regierungstruppen einen grossen Teil der von den Rebellen kontrollierten Stadtviertel im Osten von Aleppo zurückerobert.

Rebellen fordern Waffenruhe

Nach Angaben von Aktivisten ist auch die Altstadt wieder unter der Kontrolle der Regierung. Die Rebellen lehnen bislang einen Abzug aus Aleppo ab, stattdessen fordern sie eine fünftägige Waffenruhe für die nordsyrische Stadt sowie freies Geleit für Zivilisten.

Assad sagte in dem Interview, die Rückeroberung von Aleppo wäre zwar ein Sieg für die Regierung, «aber nicht das Ende des Krieges in Syrien». Ein Sieg wäre jedoch «ein riesiger Schritt» in Richtung eines Kriegsendes.

(SDA)

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