Zum Hauptinhalt springen

500 Tote bei Kampf um syrischen Militärflughafen

Die Jihadistengruppe Islamischer Staat hat den letzten Stützpunkt der syrischen Armee in der Provinz Raqqa erobert. Die Regierungstruppen hatten zuvor mehrere Angriffe abgewehrt.

Der Militärflughafen war der letzte Stützpunkt der syrischen Armee in der Region: Bewohner von Tabqa feiern den Sieg der Islamisten. (24. August 2014)
Der Militärflughafen war der letzte Stützpunkt der syrischen Armee in der Region: Bewohner von Tabqa feiern den Sieg der Islamisten. (24. August 2014)
Reuters

Nach heftigen Gefechten hat die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) den Militärflughafen Tabqa in der nordsyrischen Provinz Raqqa und damit die letzte Bastion der syrischen Armee in dieser Region eingenommen. Es gebe weiterhin Gefechte rund um den Flughafen, dieser sei aber inzwischen unter Kontrolle der IS-Miliz, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach wurden bei den Gefechten mehr als 500 Menschen getötet.

Der Militärflughafen war der letzte Stützpunkt in der Provinz, der noch von der syrischen Armee kontrolliert wurde. Bei Kämpfen um den Flughafen wurden allein gestern 170 Soldaten getötet, teilte die Beobachtungsstelle mit. In den Tagen davor starben demnach 346 IS-Kämpfer und 25 Soldaten. Die Regierungstruppen hatten zuvor mehrere Angriffe auf den Flughafen mit Bodentruppen und der Luftwaffe abgewehrt.

Kopf eines enthaupteten Soldaten aufgehängt

Das syrische Staatsfernsehen bestätigte, dass die Armee den Militärflughafen geräumt habe. Sie habe sich jedoch in seiner Umgebung neu formiert und setze den Kampf gegen die Jihadisten fort.

Die IS-Extremisten hatten zuletzt mehrere Armeestützpunkte in der Provinz Raqqa unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei töteten sie Dutzende Soldaten, von denen viele enthauptet wurden. Laut der Beobachtungsstelle nahmen sie auch mehrere Kontrollpunkte ein. An einem Kontrollpunkt hätten die Extremisten den Kopf eines zuvor enthaupteten Soldaten aufgehängt.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten vor Ort; ihre Angaben können von unabhängiger Seite schwer überprüft werden. Die Kämpfer des IS kontrollieren seit Monaten Teile Syriens und des Nordirak. Für die eroberten Regionen rief die IS-Führung ein Kalifat aus. Im syrischen Bürgerkrieg kämpft der IS gegen rivalisierende Rebellengruppen sowie gegen die Regierung in Damaskus.

AFP/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch