Zum Hauptinhalt springen

2012 ging Zahl der Toten im Irak zurück

Laut der Regierung in Bagdad ging die Zahl der durch Attentate getöteten Menschen auf 2174 zurück. Trotzdem: Das Land befindet sich noch immer im «Krieg in kleinem Ausmass».

Politisch instabil: In Bagdad wird ein Opfer einer Autobombe beerdigt. (Archivbild)
Politisch instabil: In Bagdad wird ein Opfer einer Autobombe beerdigt. (Archivbild)
AFP

Trotz zahlreicher weiterer Anschläge im Jahr 2012 ist die tödliche Gewalt im Irak nach offiziellen Angaben zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden nach einer gestern veröffentlichten Zählung der irakischen Behörden 2174 Personen getötet.

Dies waren deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Im Vorjahr waren es nach Regierungsangaben noch insgesamt 2645 Iraker, die bei Anschlägen getötet worden waren.

Die Zahl von 2012 war insbesondere deutlich geringer als in den Jahren 2006 und 2007, als die Gewalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen einen Höhepunkt erreichte.

«Krieg in kleinem Ausmass»

Die in Grossbritannien ansässige Nichtregierungsorganisation Iraq Body Count (IBC) nannte für 2012 hingegen eine Zahl von 4471 Toten und damit mehr als doppelt so viele wie die Regierungsstellen in Bagdad. Allerdings habe es in den vergangenen drei Monaten des Jahres einen deutlichen Rückgang der Zahl der Toten im Irak gegeben.

In ihrem Jahresbericht spricht die Organisation von einem Land, das sich noch immer im «Krieg in kleinem Ausmass» befinde. Bewaffnete Gewalt mit Anschlägen, die auf eine hohe Opferzahl abzielten, sei weiterhin an der Tagesordnung. Die Sicherheitslage für die Iraker habe sich 2012 nicht verändert.

Irak noch immer politisch instabil

Erst am Montag wurden bei einer Anschlagsserie in Dutzenden Städten im Irak 28 Menschen getötet und knapp 100 weitere verletzt. Die meisten Anschläge richteten sich gegen Schiiten und die Polizei, wie die Sicherheitskräfte mitteilten.

Die anhaltende Gewalt im Irak spiegelt das Klima der politischen Instabilität in dem Land wider. Seit dem Abzug der US-Truppen dauert die politische Krise im Irak an.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch