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15 Tote bei Anschlag auf Trauerfeier in Bagdad

Die irakische Hauptstadt kommt nicht zur Ruhe: In einem sunnitischen Stadtteil wurde ein Bombenanschlag auf eine Trauergemeinschaft verübt. In diesem Monat gab es im Irak bereits 600 Tote.

Die Anschlagsserie im Irak reisst nicht ab: Zerstörtes Auto in Bagdad. (24. September 2013)
Die Anschlagsserie im Irak reisst nicht ab: Zerstörtes Auto in Bagdad. (24. September 2013)
Keystone

Zum dritten Mal binnen drei Tagen ist in der irakischen Hauptstadt Bagdad ein Anschlag auf eine Trauerfeier verübt worden. Bei dem Bombenanschlag in dem sunnitischen Stadtteil Adhamija wurden nach Behördenangaben am Montag mindestens 15 Trauergäste getötet und 30 weitere verletzt.

Am Sonntag hatte ein Selbstmordattentäter mindestens zwölf Gäste einer sunnitischen Trauerfeier im Viertel Dora mit sich in den Tod gerissen.

Vergeltungstaten

Die Attentate waren möglicherweise Vergeltungstaten für einen Doppelanschlag zweier Selbstmordattentäter auf eine schiitische Trauerzeremonie. Dabei waren am Samstag im von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr City mehr als 70 Menschen getötet und 300 verletzt worden.

Landesweit starben am Montag bei weiteren Anschlägen und Attacken mindestens sieben Menschen. Unter den Toten sind ein Sanitäter und ein Verwandter einer hochschwangeren Frau, die gerade mit der Ambulanz in ein Spital unweit der Stadt Mossul gebracht wurde, als ein an der Strasse versteckter Sprengsatz explodierte.

Im September 600 Tote

In den vergangenen Monaten hat die Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak wieder deutlich zugenommen, allein seit Anfang September starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP bereits mehr als 600 Menschen.

Die Wut der sunnitischen Bevölkerungsminderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gilt als einer der Hauptgründe für die zunehmende Gewalt.

SDA/chk

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