Zum Hauptinhalt springen

McCain wirft Obama sozialistische Umverteilung vor

John McCain hat das Rennen ums Weisse Haus längst nicht aufgegeben. Beflügelt von neuen Umfragewerten wählt der Republikaner scharfe Worte.

«Offenbar soll es nach Ansicht meines Gegners eine strikte Grenze für Ihr Einkommen geben, und das bestimmen die Politiker», sagte McCain auf einer Kundgebung in New Hampshire, wo die Anti-Steuer-Stimmung traditionell sehr verbreitet ist. Anschliessend führte er diese Linie in Ohio fort, wo er an der Seite seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin dazu aufrief, genau auf die Worte Obamas zu achten, «weil er seine wirkliche Agenda verbirgt, Ihr hart verdientes Geld umzuverteilen».

Obama schiesst zurück

In Virginia konterte Obama: «Das ist kein sehr plausibles Argument.» Er erinnerte daran, dass McCain zunächst ebenfalls die Steuerkürzungen von Präsident George W. Bush abgelehnt habe und fragte: «War John McCain also damals im Jahr 2000 ein Sozialist?»

Morgenluft wittern die Republikaner nach einer neuen landesweiten Umfrage der Nachrichtenagentur AP mit dem Institut GfK, wonach Obama mit 44 und McCain mit 43 Prozent fast gleichauf liegen. Die gleiche Stichprobe hatte vor drei Wochen noch einen Vorsprung von sieben Prozentpunkten für Obama ergeben. Insgesamt wurden 1101 Erwachsene befragt; für das landesweite Ergebnis wurden die Angaben von 800 zur Wahl entschlossenen Bürgern ausgewertet. In anderen Umfragen führte Obama noch mit 9 bis 14 Prozentpunkten.

Die Wahlkampftouren im Schlusspurt

Die Umfragen in den einzelnen Staaten zeigen Obama aber weiter in der Nähe der 270 Wahlmännerstimmen, die den Sieg am 4. November bedeuten würden. Die Entscheidung über die Nachfolge von George W. Bush fällt in den Einzelstaaten, die je nach Bevölkerungsgrösse eine unterschiedliche Zahl von Wahlmännerstimmen haben. Diese bekommt jeweils der Kandidat mit den meisten Stimmen.

Obama wird heute in Indianapolis erwartet, bevor er den Wahlkampf für einen Besuch bei seiner kranken Grossmutter unterbricht. Sein «Running Mate» Joe Biden tourt derweil durch North Carolina, einem traditionell republikanisch wählenden Staat, in dem sich die Demokraten diesmal Hoffnungen auf die Mehrheit machen. Der Wahlkampfkalender McCains sieht Auftritte in Florida vor, während Palin in Ohio und Pennsylvania unterwegs ist.

AP/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch