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Zyperns Präsident will reiche Russen einbürgern

Die «russische Business-Gemeinde», die im Rahmen der zypriotischen Krise viel Geld verloren hat, soll laut Nikos Anastasiadis entschädigt werden – mit der EU-Staatsbürgerschaft.

Bietet vermögenden Russen Wiedergutmachung an: Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiadis. (Archivbild)
Bietet vermögenden Russen Wiedergutmachung an: Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiadis. (Archivbild)
AFP

Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiadis hat Ausländern, die durch die Bedingungen für die EU-Hilfen mindestens drei Millionen Euro verloren haben, die zypriotische Staatsbürgerschaft angeboten.

Seine Regierung arbeite derzeit an einer Reihe von Massnahmen, um den «Schaden für die russische Business-Gemeinde» zu begrenzen, sagte Anastasiadis am Sonntag vor russischen Geschäftsleuten in der Küstenstadt Limassol. Die Massnahmen sollten ab Montag bei einer zweitägigen Kabinettstagung verabschiedet werden.

Eine EU-Staatsbürgerschaft ist für viele Russen unter anderem wegen der für russische Staatsbürger geltenden Visa-Beschränkungen interessant.

Zwangsabgabe von bis zu 60 Prozent

Die Ratingagentur Moody's schätzt die Einlagen von Russen bei zypriotischen Banken auf insgesamt 31 Milliarden Euro. Wer mehr als 100'000 Euro auf einem zypriotischen Konto hat, ist von einem Zwangsabschlag von bis zu 60 Prozent betroffen.

Dies war im Rahmen des Rettungsplans für die von der Pleite bedrohte Mittelmeerinsel beschlossen worden. Die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten Zypern Ende März Notkredite in Höhe von zehn Milliarden Euro zugesagt.

(SDA)

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