Zum Hauptinhalt springen

Zypern lässt über Rettungspaket abstimmen

Überraschend hat Zypern angekündigt, das Parlament über das neu verhandelte Rettungspaket entscheiden zu lassen. Wie bei der ersten Abstimmung regt sich Widerstand.

Die Opposition hatte eine Abstimmung im Parlament gefordert: Blick auf Zyperns Hauptstadt Nikosia.
Die Opposition hatte eine Abstimmung im Parlament gefordert: Blick auf Zyperns Hauptstadt Nikosia.
AFP

Das vom Bankrott bedrohte Zypern hat überraschend eine Parlamentsabstimmung über das internationale Rettungspaket anberaumt.

Die Vereinbarung müsse laut Verfassung vom Parlament gebilligt werden, nachdem sie den Abgeordneten offiziell von Staatspräsident Nicos Anastasiadis vorgelegt wurde, sagte Generalstaatsanwalt Petros Clerides. Die Opposition hatte ein solches Votum mit der Begründung gefordert, dass die Abgeordneten bei einer Entscheidung von so grosser Tragweite nicht übergangen werden dürften.

Abstimmung Ende Monat

Der amtierende Parlamentssekretär Socrates Socratous sagte am Mittwoch, die Abstimmung sei für Ende des Monats vorgesehen – nachdem das Kabinett grünes Licht gegeben hat.

Mit der Parlamentsabstimmung in Zypern wachsen erneut Zweifel an der Zukunft des Euro-Landes, weil fast die Hälfte der Parlamentarier die Rettung durch die Euro-Partner und den Internationalen Währungsfonds (IWF) ablehnen könnten. Diese gilt aber als Voraussetzung für den Verbleib in der Währungsgemeinschaft.

Das Paket sieht Hilfszahlungen aus dem Euro-Rettungsfonds ESM von neun Milliarden Euro vor. Eine weitere Milliarde steuert der Internationale Währungsfonds bei. Weitere 13 Milliarden Euro soll Zypern aufbringen. Am Donnerstagmorgen stimmt der deutsche Bundestag über die Hilfen ab.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch