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«Wir werden weiterwurschteln bis zur nächsten Affäre»

«Die Österreicher neigen meistens zu Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Lösungen.» Protestaufkleber gegen Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache. Foto: Sean Gallup (Getty Images)

Herr Rathkolb, die durch das Strache-Video ausgelöste Regierungskrise wurde als grösstes politisches Beben in Österreich seit 1945 bezeichnet. Stimmen Sie dem zu?

Wie sollte Ihrer Meinung nach die Geschichte nach der jetzigen Krise weiterverlaufen?

Das ist der vorgegebene Ablauf. Welche Veränderungen erhoffen Sie sich darüber hinaus?

Wenn Sie sagen, Sie sind als gelernter Österreicher skeptisch – wie meinen Sie das?

Strache hat Österreich auf Ibiza als eine Art Selbstbedienungsladen dargestellt – und nachher gesagt, solche Ideen habe jeder Politiker. Gibt es dafür historische Belege?

Dabei ist die FPÖ in der Vergangenheit immer wieder mit Korruptionsskandalen aufgefallen.

Tatsächlich legt das gute Ergebnis der FPÖ bei den Europa­wahlen die Vermutung nahe, dass viele Österreicher das Strache-Video nicht so problematisch finden.

Ist die Ibiza-Affäre also nur ein weiterer Korruptionsskandal?

Machtkalkül wird Kurz ja bis heute vorgeworfen.

Den Umfragen zufolge wird Kurz auch im September wieder mit deutlichem Stimmenzuwachs stärkste Kraft werden. Was macht ihn so erfolgreich?

Etwas verloren wirkt die SPÖ. Sie sind selbst 1985 vom ehemaligen Kanzler Bruno Kreisky als SPÖ-Mitglied geworben worden – wie sehen Sie die Sozialdemokraten heute?

All die Ereignisse der vergangenen Wochen lassen aus der Distanz den Eindruck erwecken, Österreich habe einen Hang zur politischen Operette. Woher rührt das?