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«Wir werden bereit sein, Angriffe zu fliegen»

Frankreich bereitet sich auf mögliche Luftangriffe gegen den IS in Syrien vor. Präsident Hollande ordnete Aufklärungsflüge an.

Schliesst Bodentruppen in Syrien aus: Frankreichs Präsident François Hollande. (7. September 2015)
Schliesst Bodentruppen in Syrien aus: Frankreichs Präsident François Hollande. (7. September 2015)
Alain Jocard, AFP

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bereitet Frankreich mögliche Luftangriffe auch in Syrien vor. Staatschef François Hollande sagte in Paris, er habe Aufklärungsflüge über syrischem Gebiet angeordnet, um dort «Angriffe gegen den IS» zu ermöglichen. Französische Bodentruppen in dem Land schloss Hollande aus.

Frankreich fliegt bereits seit einem Jahr Luftangriffe gegen den IS im Irak. «Ich habe dem Verteidigungsminister mitgeteilt, dass ab morgen Aufklärungsflüge über Syrien geflogen werden können», sagte Hollande bei einer grossen Pressekonferenz im Pariser Elysée-Palast. «Sie werden es ermöglichen, Luftangriffe gegen den IS in Betracht zu ziehen, und bewahren unsere Unabhängigkeit zu entscheiden und zu handeln.» Hollande betonte: «Wir werden bereit sein, Angriffe zu fliegen.»

Frankreich hatte sich vor einem Jahr den US-geführten Luftangriffen gegen den IS im Irak angeschlossen, ein solches Vorgehen in Syrien aber zunächst ausgeschlossen. Es gehe nun darum, «den Gefahren für unser Land entgegenzutreten», sagte Hollande am Montag. «Von Syrien aus, dafür haben wir Beweise, werden Angriffe gegen mehrere Länder organisiert, auch gegen unser Land.»

Bodentruppeneinsatz «inkonsequent und unrealistisch»

Der IS sei mit seinen «Massakern» zudem für die Flucht «Tausender Familien» aus Syrien und dem Irak verantwortlich. «Wir wollen wissen, was in Syrien gegen uns vorbereitet und was gegen die syrische Bevölkerung unternommen wird», sagte Hollande.

Einen Einsatz von Bodentruppen in Syrien schloss Frankreichs Staatschef aus. Dies wäre «inkonsequent und unrealistisch»: «Unrealistisch, weil wir die Einzigen wären, inkonsequent, weil es bedeuten würde, einen Einsatz in eine Besatzungstruppe umzuwandeln.» Auch für den Irak hat Frankreich Bodentruppen ausgeschlossen.

Der französische Präsident forderte erneut einen Abgang des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und betonte, für eine Lösung des Konflikts müsse mit allen wichtigen Staaten gesprochen werden, auch mit Russland und dem Iran.

AFP/sda/mlr

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