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«Wir werden bald über neue Flüchtlingsrouten reden»

Die EU und die Türkei pokern um einen Deal zur Flüchtlingskrise. Wo stehen die Verhandlungen? Wie gross ist die Gefahr eines Scheiterns? Antworten von Korrespondent Stephan Israel.

Im Moment gibt es keine bessere Alternative als eine Einigung mit der Türkei: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bei seiner Ankunft in Brüssel.
Im Moment gibt es keine bessere Alternative als eine Einigung mit der Türkei: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bei seiner Ankunft in Brüssel.
Keystone

In der Flüchtlingskrise haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs in der letzten Nacht auf eine gemeinsame Position für das Türkei-Abkommen geeinigt. Was ist der gemeinsame Nenner? Die Konturen waren schon vor dem Gipfel klar. Die Türkei nimmt Migranten und Flüchtlinge zurück. Für jeden Syrer, der mit Schleppern auf eine griechische Insel kommt und wieder zurück muss, nimmt die EU der Türkei einen syrischen Flüchtling aus einem der Flüchtlingslager ab. Als zusätzlichen Anreiz stellt die EU der Türkei eine schnellere Aufhebung der Visumspflicht in Aussicht und könnte fünf bisher blockierte Kapitel bei den Beitrittsverhandlungen öffnen. Und dann soll die Türkei ab 2018 auch noch weitere drei Milliarden Euro für die Betreuung der 2,7 Millionen syrischen Flüchtlinge im Land bekommen. Umstritten sind die Details und die Frage, ob das rechtlich geht und praktisch überhaupt funktioniert.

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