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Wie die Krise im Alltag der Menschen auf Zypern ankommt

Bischof Nektarios von Arsinoe, einer von 17 Bischöfen, hält seine schützende Hand über gut 30 Dörfer und 12000 Menschen in Zyperns Westen. Hier werden seine Pfarrer Papas genannt, was ihre Rolle  im Dorf recht gut umschreibt. Die orthodoxe Kirche hält die Menschen zusammen. Sie spendiert den Schulkindern aus armen Familien ein einfaches Mittagessen. In der Krise gründete sie die «Kasse der Menschenfreunde», die Arme unterstützt.
Chinesen sieht man in Zypern häufig – als Altenpfleger  und Feldarbeiter, aber nicht als Touristen. Absurd muten deshalb die zahlreichen Verkaufsschilder in chinesischen Schriftzeichen an, die seit einigen Wochen aus dem Boden schiessen. Sie sollen reiche Investoren ansprechen, die neuerdings mit Limousinen durch die Gegend gefahren werden. Noch vor kurzer Zeit standen auf denselben Plakaten kyrillische Schriftzeichen. Davor dominierte die englische Sprache.Zahlreiche Briten wählten Zypern als Altersresidenz. Aber inzwischen vertreibt der schlechte Wechselkurs zum britischen Pfund die einstigen Kolonialherren von der Insel. In den letzten Jahren schrumpfte die britische Gemeinde spürbar zusammen.
Das Möbelgeschäft ist geschlossen, die Leuchtschrift demontiert. Leer stehende Geschäfte und Schilder mit Aufschriften wie «For sale» und  «For rent» sind die sichtbaren Zeichen der Krise auf Zypern. Sie werden zahlreicher, weil sich Geschäftsaufgaben und Konkurse häufen. Ware gibt es auch im Inland immer öfter nur gegen Vorauszahlung. «Bargeld ist Gold», sagt ein Taxifahrer aus Pafos. Bargeld ist seit der Bankenkrise ein knappes Gut auf der Insel. Checks können auf der Bank immer noch nicht gegen Cash eingelöst werden.  Für Private mag es gehen, für Geschäftsleute ist es schwierig. Inzwischen importieren Boutiquebesitzer ihre Ware aus Griechenland, weil sie günstiger ist als die Billigtextilien aus China.
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