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Wettlauf der Härte gegen Flüchtlinge

Europa wird von traditionellen Parteien abgeschottet, nicht von Rechtspopulisten. Und die «Gutmenschen» haben kapituliert.

Auf der anderen Seite des Wohlstandes: Flüchtlinge werden im Mai 2018 aus einem Auffanglager in Paris evakuiert. Foto: Benoit Tessier (Reuters)

Auf der anderen Seite des Wohlstandes: Flüchtlinge werden im Mai 2018 aus einem Auffanglager in Paris evakuiert. Foto: Benoit Tessier (Reuters)

Exponenten rechtspopulistischer Parteien und rechtsnationale Publizisten sehen es so: Linke, liberale und gemässigt konservative Politiker scheuen davor zurück, jene harten Massnahmen zu ergreifen, die nötig wären, um den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa zu stoppen. Sie sind Freunde des Gutgemeinten und Feinde des Unausweichlichen. Intellektuelle aus dem urbanen «juste milieu» moralisieren vor sich hin, im Wissen, dass ihnen niemals ein Flüchtling die Genossenschaftswohnung oder den Arbeitsplatz auf der Feuilletonredaktion wegnehmen wird. Eine Phalanx aus Bedenkenträgern, Gutmenschen, Humanitätsduslern, Flüchtlingshelfern und Asylanwälten gefährdet in den Augen der Rechten die Sozialwerke, den sozialen Frieden, die Zukunft Europas. Mehr noch: In ihrer Naivität bewirken die Propheten der Willkommenskultur das Gegenteil von dem, was sie anstreben. Denn ihretwegen begeben sich immer mehr Unzufriedene auf die tödliche Reise, und für diese Toten sind die Moralkeuleschwinger mitverantwortlich.

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