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Wer über den Nazi-Zug sprach, war plötzlich tot

In Polen soll ein verschütteter Nazi-Panzerzug voller Schätze liegen. Eine Stadt wittert ihre Chance. Was ist dran an der Geschichte, die angeblich schon Tote forderte?

«Wir wünschen uns, dass es ihn gibt»: Die Einwohner von Walbrzych wissen nicht, ob es den Zug mit dem Nazigold gibt. Aber sie versuchen schon mal, Geld damit zu machen. Foto: Keystone
«Wir wünschen uns, dass es ihn gibt»: Die Einwohner von Walbrzych wissen nicht, ob es den Zug mit dem Nazigold gibt. Aber sie versuchen schon mal, Geld damit zu machen. Foto: Keystone

Walbrzych mit seinen 120'000 Einwohnern liegt im Schatten des polnischen Wirtschaftsaufschwungs. Neben dem Bahnhof steht eine verlassene Fabrik. Von den Fassaden der Häuser blättert der Putz. Nichts erinnert hier an Reichtümer oder Schätze. Ausser vielleicht der «Gold Club», ein Lokal mit drei bunt blinkenden Geldspielautomaten, in die müde Männer in ausgewaschenen Jeans ihre letzten Zlotys werfen. Die 70 Kilometer entfernte Stadt Wroclaw ist aufgestiegen, seit Polen den Kommunismus überwunden hat. Für Walbrzych begann mit der Wende der wirtschaftliche Abstieg. Als Anfang der 90er-Jahre die Kohlebergwerke der Stadt geschlossen wurden, weil sie nicht mehr rentabel waren, verloren etwa 20'000 Minenarbeiter ihren Job.

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