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Weissrussen wählen einen Präsidenten

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in der früheren Sowjetrepublik Weissrussland die Präsidentenwahl begonnen – mit einem umstrittenen Favoriten. Schon sind Proteste geplant.

Gilt als korrupt: Alexander Lukaschenko (r.) bei einem Treffen mit Libyens Machthaber Ghaddhafi im November 2008.
Gilt als korrupt: Alexander Lukaschenko (r.) bei einem Treffen mit Libyens Machthaber Ghaddhafi im November 2008.
Keystone

Etwa sieben Millionen Menschen haben die Wahl zwischen dem autoritär regierenden Amtsinhaber Alexander Lukaschenko und neun Herausforderern. Der seit 1994 herrschende Lukaschenko erwartet eine Zustimmung von mehr als 70 Prozent. Für den 56-Jährigen, der oft als «letzter Diktator Europas» kritisiert wird, wäre dies bereits die vierte Amtszeit.

Beobachter räumen seinen Konkurrenten keine Chance ein. Die zerstrittene Opposition klagte im Vorfeld über Einschüchterungen und Repressionen. Lukaschenko-Gegner befürchten zudem Wahlfälschungen. Sie riefen die Bürger für Sonntagabend zu Protesten im Zentrum von Minsk auf. Bereits seit Tagen hat die Regierung deshalb Militär und gepanzerte Fahrzeuge in der Hauptstadt zusammengezogen. Kundgebungen wurden verboten.

Etwa 1000 internationale Wahlbeobachter wollen die Abstimmung kontrollieren, davon sind etwa die Hälfte von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Erstmals gab es im Wahlkampf eine Fernsehdebatte, an der allerdings nur die Oppositionskandidaten teilnahmen.

SDA/raa

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