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Viktor Orban bittet IWF und EU um Finanzhilfe

Ungarn hat den Internationalen Währungsfonds und die EU um finanzielle Unterstützung im Kampf gegen die Finanzkrise ersucht. Dem Land droht eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau.

Im Strudel der Finanzkrise: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban.
Im Strudel der Finanzkrise: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban.
Keystone

«Der IWF hat eine Anfrage von der ungarischen Regierung zu möglicher finanzieller Unterstützung erhalten», teilte IWF-Chefin Christine Lagarde in einer Erklärung mit. Ein ähnliches Schreiben des EU-Landes, das nicht der Eurozone angehört, sei an die Europäische Kommission gegangen.

Die ungarische Regierung habe dabei betont, dass die Ersuchen um Hilfe «vorbeugend» seien. Durch die Hilfeersuchen können IWF und EU nun offizielle Verhandlungen mit Budapest über eine Unterstützung aufnehmen.

Eine Stufe über Ramschniveau

Ungarn steht an den Finanzmärkten seit Wochen unter Druck. Dem Land droht eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau. Die drei grossen Agenturen Fitch, Moody's und Standard & Poor's bewerten die Bonität derzeit mit nur einem Punkt darüber.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban versicherte mehrfach, dass sie die Neuverschuldung unter drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken will. Zudem verwies sie darauf, dass die Gesamtverschuldung des Landes im vergangenen Jahr von 81 auf 73 Prozent des Bruttoindlandprodukts (BIP) gesenkt worden sei.

AFP/jak

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