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Vier Terrorverdächtige müssen vor den Richter

Zwölf Männer waren vergangene Woche in Zusammenhängen mit den Anschlägen in Paris festgenommen worden. Nun wird über eine Anklage entschieden.

Vorbereitungen auf den Einsatz: Französische Soldaten vor ihren Baracken in Satory, Versailles. (13. Januar 2015)
Vorbereitungen auf den Einsatz: Französische Soldaten vor ihren Baracken in Satory, Versailles. (13. Januar 2015)
AP Photo/Christophe Ena, Keystone
Schutz für den Touristenmagnet: Gendarmen vor dem Louvre. (12. Januar 2015)
Schutz für den Touristenmagnet: Gendarmen vor dem Louvre. (12. Januar 2015)
Martin Bureau, AFP
Paris und seine Wahrzeichen werden geschützt: Soldaten vor der Sacre Coeur. (12. Januar 2015)
Paris und seine Wahrzeichen werden geschützt: Soldaten vor der Sacre Coeur. (12. Januar 2015)
AP Photo/Jacques Brinon, Keystone
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Im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen in Paris hat die Pariser Staatsanwaltschaft vier Verdächtige einem Richter vorgeführt. Es soll darüber entschieden werden, ob gegen die Männer ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird. Dieses kann in einer Anklage enden. Demnach gehören die vier Verdächtigen zu insgesamt zwölf Menschen, die in der Nacht zum Freitag vergangener Woche im Grossraum Paris festgenommen worden waren.

Die Festgenommenen sollten zur möglichen logistischen Unterstützung des Attentäters Amedy Coulibaly befragt werden. Sie werden den Angaben zufolge verdächtigt, Coulibaly mit Waffen und Fahrzeugen versorgt zu haben. Der Attentäter hatte im Grossraum Paris zunächst am 8. Januar eine Polizistin und tags darauf bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Juden getötet.

Coulibaly soll ausserdem Verbindungen zu den beiden «Charlie Hebdo«-Attentätern gehabt haben. Diese hatten am 7. Januar die Redaktion der Satire-Zeitung gestürmt und dort sowie auf der Flucht zwölf Menschen getötet.

Durchsuchungen in Berliner Islamistenszene

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen eine Berliner Jihadistenzelle hat die Polizei derweil am Morgen 13 weitere Objekte in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsucht. Betroffen waren überwiegend Mitglieder eines Moscheenvereins im Berliner Stadtteil Moabit, wie die Berliner Polizei mitteilte.

Sie sollen zum Umfeld der beiden am Freitag in Berlin verhafteten radikalen Islamisten gehören. Diese werden Medienberichten zufolge mit Anschlägen in Syrien in Verbindung gebracht. Bei den durchsuchten Objekten handelte es sich der Polizei zufolge vor allem um Wohnungen. An dem Einsatz seien rund 200 Beamte beteiligt gewesen.

Die Betroffenen der Durchsuchungen sind den Angaben zufolge bislang nicht Beschuldigte des Ermittlungsverfahrens, sie hätten jedoch überwiegend in engem Kontakt mit den Festgenommenen gestanden. Auch nach erster Auswertung von Beweismitteln aus den Durchsuchungen vom Freitag gebe es keine Anhaltspunkte für geplante Anschläge in Deutschland, hiess es. Weitere Einzelheiten könnten im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht genannt werden, teilte die Polizei mit.

AFP

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