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Valls’ Spagat

Frankreich soll etwas deutscher und liberaler werden. Premier Manuel Valls gewinnt das Vertrauensvotum klar.

Stellt sich heute dem Vertrauensvotum: Manuel Valls.
Stellt sich heute dem Vertrauensvotum: Manuel Valls.
AFP

Frankreich schlägt ein neues Tempo an. Zumindest politisch und verbal. 47 Minuten nur dauerte am Dienstag die Regierungserklärung von Manuel Valls – so kurz wie wohl noch keine in der gesamten 5. Republik. Und das Publikum, die Parlamentarier vor Ort und die Franzosen vor dem Fernseher, waren gehalten, diese schnelle Kadenz beim Reden als ersten Programmpunkt des neuen linken Premierministers zu verstehen. Es eilt, es gibt viel zu tun. «Zu viel Leid, zu wenig Hoffnung: Das ist die Situation Frankreichs», sagte Valls zum Auftakt. Er sei den Franzosen die Wahrheit über die wirtschaftliche und soziale Notlage der Nation schuldig. Er wolle eine neue Etappe eröffnen und Frankreich auf­richten. Valls’ Auftritt kontrastierte nur schon stilistisch stark mit jenem seines glanzlosen und monotonen Vorgängers Jean-Marc Ayrault.

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