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Türkischer Mäzen muss im Gefängnis bleiben

Das Gericht am Hochsicherheitsgefängnis Silivri westlich von Istanbul hat einen Antrag auf Entlassung von Osman Kavala abgelehnt.

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Gemäss Präsident Erdogan soll Osman Kavala ein Putschist sein. Foto: Screenshot Youtube
Gemäss Präsident Erdogan soll Osman Kavala ein Putschist sein. Foto: Screenshot Youtube

Trotz internationaler Kritik muss der türkische Intellektuelle Osman Kavala im Gefängnis bleiben. In einem viel beachteten Prozess gegen bekannte Zivilgesellschaftsaktivisten lehnte das Gericht am Hochsicherheitsgefängnis Silivri westlich von Istanbul am Dienstag den Antrag auf Entlassung ab.

Kavala sitzt seit mehr als anderthalb Jahren in Untersuchungshaft. Der ebenfalls inhaftierte Aktivist Yigit Aksakoglu kommt nach rund sieben Monaten aus der U-Haft frei. Er darf aber das Land nicht verlassen und muss sich regelmässig bei der Polizei melden. Die Verhandlung soll am 18. und 19. Juli fortgesetzt werden.

Der Prozess gegen Kavala, Aksakoglu und 14 weitere Aktivisten hatte am Montag begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem versuchten Umsturz der Regierung im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013 vor.

Kavala wird zudem beschuldigt, die Demonstrationen mit ausländischer Hilfe finanziert zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert für alle Angeklagten lebenslange Haft.

Die Gezi-Proteste hatten sich im Sommer 2013 an der Bebauung des Gezi-Parks im Istanbuler Zentrum entzündet. Sie weiteten sich zu landesweiten Demonstrationen gegen die autoritäre Politik des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aus. Die Regierung liess die Proteste brutal niederschlagen.

(SDA)

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