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Türkei fliegt Luftangriffe im Nordirak

Nach dem Anschlag in Ankara mit 37 Toten reagiert die türkische Regierung prompt. Kampfflugzeuge nehmen Stellungen der PKK unter Beschuss.

Vergeltungsschlag gegen die PKK: Türkische Kampfjets, hier an einer Schau in Nicosia zum 40. Jahrestag der türkischen Invasion in Zypern. (20. Juli 2014)
Vergeltungsschlag gegen die PKK: Türkische Kampfjets, hier an einer Schau in Nicosia zum 40. Jahrestag der türkischen Invasion in Zypern. (20. Juli 2014)
Yiannis Kourtoglou, AFP

Nach dem blutigen Anschlag im Zentrum von Ankara hat die türkische Luftwaffe Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak angegriffen. Elf Kampfjets seien unter anderem im Kandil-Gebirge im Einsatz gewesen, teilte die Armee am Montag mit. Es seien Verstecke und Waffenlager bombardiert worden. Das Kandil-Gebirge gilt als Rückzugsgebiet von PKK-Kämpfern.

In Ankara war am Sonntag an einer Bushaltestelle nahe dem Kizilay-Platz eine Autobombe explodiert. Nach jüngsten Regierungsangaben wurden 37 Menschen getötet, darunter ein Attentäter, sowie mehr als 120 weitere Menschen verletzt. Es handelte sich um den dritten Anschlag im Zentrum Ankaras binnen fünf Monaten.

Nach Behördenangaben zündeten ein oder zwei Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Nach Angaben von Regierungschef Ahmet Davutoglu soll eine «Terroristengruppe» dahinter stecken.

Eskalation nach relativer Ruhe

Nach zwei Jahren relativer Ruhe war der Kurdenkonflikt in der Türkei im vergangenen Sommer wieder eskaliert. Die türkische Armee geht seit Dezember im Südosten des Landes mit aller Härte gegen mutmassliche PKK-Rebellen vor.

Erst Mitte Februar wurden nahe dem Kizilay-Platz bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi 29 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich damals die militante Kurdenorganisation Freiheitsfalken Kurdistans.

Der schwerste Anschlag ereignete sich am 10. Oktober, als zwei Selbstmordattentäter bei einer prokurdischen Demonstration 103 Menschen in den Tod rissen. Die Behörden machten die Terrormiliz Islamischer Staat verantwortlich.

+++Update folgt...+++

SDA/bee

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