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Tsipras strebt weiterhin Schuldenschnitt an

Der Wahlkampf in Griechenland ist bereits in vollem Gange: Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras verspricht, an den Bedingungen für das dritte Hilfspaket zu rütteln.

«Schlacht noch längst nicht vorbei»: Alexis Tsipras beim Wahlkampfauftritt in Thessaloniki. (6. September 2015) Bild: AP Photo/Giannis Papanikos
«Schlacht noch längst nicht vorbei»: Alexis Tsipras beim Wahlkampfauftritt in Thessaloniki. (6. September 2015) Bild: AP Photo/Giannis Papanikos

Griechenlands zurückgetretener Ministerpräsident Alexis Tsipras will bei einem Sieg bei den Neuwahlen an den Bedingungen für das kürzlich vereinbarte dritte Hilfspaket rütteln. Vor allem strebt er einen Schuldenschnitt an.

«Die Schlacht um seine Verbesserung ist noch längst nicht vorbei», sagte Tsipras am Sonntag unter Verweis auf das bis zu 86 Milliarden Euro schwere Programm. So werde er versuchen, bei den internationalen Gläubigern eine Schuldenerleichterung zu erreichen. Gleichzeitig versprach Tsipras beim Wahlkampfauftritt in Thessaloniki, Tausende neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Tsipras war auch innerhalb seiner Partei in die Kritik geraten, weil er nicht wie bei seinem Amtsantritt versprochen die Reform- und Sparpolitik seiner Vorgänger beendete. Stattdessen vollzog er nach monatelangen Konflikten mit den internationalen Gläubigern und einem drohenden Austritt seines Landes aus der Euro-Zone eine Kehrtwende, um das dritte Hilfsprogramm zu vereinbaren.

Zudem hat Tsipras die Wähler seines Landes vor einer Rückkehr zur Politik der vergangenen Jahrzehnte gewarnt. Die Parlamentswahl am 20. September sei ein Kampf zwischen seiner «ehrbaren» Regierung der vergangenen sieben Monate und «der dunklen Phase der Korruption, der Vetternwirtschaft und der Seilschaften der Mächtigen», die in den vorherigen Jahrzehnten vorgeherrscht habe, sagte Tsipras am Sonntag.

Im August trat er zurück, in der Hoffnung, gestärkt aus der Neuwahl hervorzugehen. Diese finden am 20. September statt. In Umfragen liegt seine Syriza aber inzwischen Kopf-an-Kopf mit den Konservativen.

SDA/hae

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