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Syrische Flüchtlingskinder schuften in Kleiderfabriken

Für Marken wie Mango oder Zara müssen Flüchtlingskinder aus Syrien Kleider fertigen. Dies zeigen Recherchen der britischen BBC.

12 Stunden arbeiten für geringen Lohn: Syrische Kinder in einem Flüchtlingslager im südosttürksichen Gaziantep. (23. Oktober 2016)
12 Stunden arbeiten für geringen Lohn: Syrische Kinder in einem Flüchtlingslager im südosttürksichen Gaziantep. (23. Oktober 2016)
Ozan Kose/Symbolbild, AFP

In der Türkei arbeiten einem Bericht des britischen Senders BBC zufolge syrische Flüchtlingskinder in Fabriken. Manche von ihnen arbeiteten täglich zwölf Stunden bei geringem Lohn und unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen.

Die Kinder müssten Kleidung für Einzel- und Onlinehändler wie Marks & Spencer (M&S) und ASOS fertigen, hiess es in einem TV-Beitrag, der am Montagabend gesendet werden sollte. Aus den verdeckten Recherchen geht laut einem Vorabbericht im Internet hervor, wie sie Jeans der Marken Mango und Zara mit Hilfe von Chemikalien ohne ausreichenden Schutz bearbeiten.

Vorwürfe werden ernst genommen

Vertreter von M&S, ASOS und Mango zeigten sich besorgt. M&S und Mango erklärten, bei früheren Kontrollen sei kein Hinweis auf eine Beschäftigung von Flüchtlingen oder Kindern gefunden worden. Eine ASOS-Sprecherin sagte, man werde erst nach der Ausstrahlung des Beitrags Stellung nehmen. Die Vorwürfe würden jedoch «unglaublich ernst» genommen.

In der Türkei leben etwa drei Millionen syrische Flüchtlinge. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Juli Belege dafür veröffentlicht, dass geflohene syrische Kinder in der Türkei in Kleiderfabriken arbeiten mussten.

SDA/bee

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