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Strafuntersuchung gegen Berlusconi wegen Machtmissbrauch

Die Beziehung zu einer 17-jährigen Prostituierten bringt Silvio Berlusconi immer mehr in Bedrängnis: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ministerpräsidenten wegen Machtmissbrauch.

Neuer Ärger für den Ministerpräsidenten: Berlusconi während des Vertrauensvotums im letzten Dezember.
Neuer Ärger für den Ministerpräsidenten: Berlusconi während des Vertrauensvotums im letzten Dezember.
Keystone

Gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi wird einem Zeitungsbericht zufolge in einem Prostitutionsfall ermittelt. Der 74-Jährige werde verdächtigt, seine Macht missbraucht zu haben, um seine Beziehung zu einer damals 17-jährigen Marokkanerin zu verschleiern, berichtete die Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag in ihrer Onlineausgabe.

Zwei Büros von Mitarbeitern Berlusconis seien von der Polizei durchsucht worden, hiess es in dem Bericht. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA meldete, die Staatsanwaltschaft in Mailand habe den Ministerpräsident für Freitag einbestellt.

Berlusconis Anwälte nennen Vorwürfe «absurd und unbegründet»

Berlusconis Anwälte bestätigten die Ermittlungen gegen ihren Mandanten und nannten die Vorwürfe «absurd und unbegründet». Die Untersuchung sei ein «schwerer Eingriff in das Privatleben des Ministerpräsidenten», erklärten sie. Alle Vorwürfe seien bereits von Zeugen widerlegt worden. Berlusconis Büro und die Mailänder Staatsanwaltschaft wollten sich zu dem Ermittlungsverfahren am Freitag hingegen nicht äussern.

Bereits vor Monaten war bekannt geworden, dass Berlusconi dafür gesorgt hatte, dass die junge Frau mit dem Spitznamen Ruby aus polizeilichem Gewahrsam entlassen wurde. Der Ministerpräsident sagte damals, er habe lediglich helfen wollen. Ruby erklärte ihrerseits, sie habe keinen Sex mit Berlusconi gehabt.

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