Zum Hauptinhalt springen

«SPD in Lebensgefahr»

Ohne das «Wunder von Mainz» hätten die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen ein totales Debakel erlebt. Die Gründe.

Ein überraschender Sieg und zwei klare Schlappen bei den Landtagswahlen: Sigmar Gabriel, SPD-Chef und Vizekanzler.
Ein überraschender Sieg und zwei klare Schlappen bei den Landtagswahlen: Sigmar Gabriel, SPD-Chef und Vizekanzler.
Reuters
In Baden-Württemberg verlor die SPD weit mehr Stimmen als die Grünen gewannen. In Sachsen-Anhalt, wo sie Juniorpartner der Christdemokraten ist, wurde die SPD nur viertstärkste Partei.
In Baden-Württemberg verlor die SPD weit mehr Stimmen als die Grünen gewannen. In Sachsen-Anhalt, wo sie Juniorpartner der Christdemokraten ist, wurde die SPD nur viertstärkste Partei.
AP/Markus Schreiber
Retterin in der Not: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, war weit über die SPD hinaus wählbar und ermöglichte das «Wunder von Mainz».
Retterin in der Not: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, war weit über die SPD hinaus wählbar und ermöglichte das «Wunder von Mainz».
Stefanie Loos, Reuters
1 / 3

Kurz vor den Wahlen in drei Bundesländern hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel Optimismus verbreitet. Trotz Flüchtlingskrise und AfD erwarte er keine Schlappe für seine SPD, liess der Vizekanzler verlauten. «Ich glaube, dass wir besser abschneiden, als das viele erwarten.» Nun: Mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz haben die Sozialdemokraten am Sonntag ein Debakel erlitten. In Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt brach die SPD regelrecht ein: von 23,1 auf 12,7 Prozent respektive von 21,5 auf 10,6 Prozent. In beiden Ländern ist die SPD nur noch die vierte Kraft, überholt von der rechtspopulistischen AfD. Dabei hat die SPD auch an die AfD verloren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.