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Spanisches Parlament gegen Burka-Verbot

Das Parlament in Madrid hat sich am Dienstagabend gegen ein Verbot der Vollverschleierung ausgesprochen.

Streitfall in Spanien: Die Marokkanerin Fatima Hssisni weigerte sich, eine Aussage vor dem höchsten Gericht unverschleiert vorzunehmen (Archivbild).
Streitfall in Spanien: Die Marokkanerin Fatima Hssisni weigerte sich, eine Aussage vor dem höchsten Gericht unverschleiert vorzunehmen (Archivbild).
Keystone

Die konservative Volkspartei (PP) unterstützte den Vorschlag, doch die regierenden Sozialisten waren dagegen, muslimischen Frauen den Ganzkörperschleier in der Öffentlichkeit zu untersagen. Die PP hatte argumentiert, ein Verbot würde die Frauenrechte stärken.

Die Vollverschleierung mit der Burka oder dem Nikab war auch in Belgien, den Niederlanden und Frankreich schon ein Thema. Das französische Parlament beschloss am 13. Juli ein Verbot, das im September noch vom Senat bestätigt werden muss. Das grösste Hindernis dürfte aber die Prüfung des Gesetzes auf seine Verfassungsmässigkeit sein.

In Spanien gibt es Burka-Verbote nur auf kommunaler Ebene: Nach anderen katalanischen Städten untersagte auch Barcelona vergangenen Monat die Burka oder den Nikab in städtischen Gebäuden. Rund eine Million der 47 Millionen Einwohner Spaniens sind Muslime; viele leben in Katalonien und Andalusien. Burkas sind jedoch eine Seltenheit.

dapd/raa

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