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G20-Krawalle: 27-Jähriger nach Razzia in Bremgarten befragt

Die Hamburger Sonderkommission «Schwarzer Block» hat wegen den G20-Krawallen Razzien in vier Ländern durchgeführt – darunter die Schweiz.

TA
In Bremgarten AG wurden zwei Liegenschaften durchsucht. (29. Mai 2018)
In Bremgarten AG wurden zwei Liegenschaften durchsucht. (29. Mai 2018)
Mario Stäuble
Die Hamburger Polizeiführung hat Hundertschaften aus anderen Bundesländern zur Unterstützung beim G-20-Gipfel angefordert. Insgesamt sollen mehr als 20'000 Beamte im Einsatz sein. (7. Juli 2017)
Die Hamburger Polizeiführung hat Hundertschaften aus anderen Bundesländern zur Unterstützung beim G-20-Gipfel angefordert. Insgesamt sollen mehr als 20'000 Beamte im Einsatz sein. (7. Juli 2017)
Bodo Marks, Keystone
Allein die Dutzenden abgebrannten Autos schlagen mit insgesamt vier Millionen Euro zu Buche: Die Feuerwehr versucht ein in Brand gestecktes Auto zu löschen. (8. Juli 2017)
Allein die Dutzenden abgebrannten Autos schlagen mit insgesamt vier Millionen Euro zu Buche: Die Feuerwehr versucht ein in Brand gestecktes Auto zu löschen. (8. Juli 2017)
Clemens Bilan/EPA, Keystone
In Hamburg sitzen nach den Krawallen 51 Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter mindestens ein Schweizer: Radikale Demonstranten am Freitag in Hamburg. (7. Juli 2017) Bild: Thomas Lohnes/Getty
In Hamburg sitzen nach den Krawallen 51 Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter mindestens ein Schweizer: Radikale Demonstranten am Freitag in Hamburg. (7. Juli 2017) Bild: Thomas Lohnes/Getty
Ein demolierter Bancomat am Tag nach der Krawallnacht.
Ein demolierter Bancomat am Tag nach der Krawallnacht.
Keystone
«Sie sind verachtenswerte gewalttätige Extremisten, genauso, wie Neonazis das sind und islamistische Terroristen»: Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach am Montag in Berlin über die Krawalle. (10. Juli 2017)
«Sie sind verachtenswerte gewalttätige Extremisten, genauso, wie Neonazis das sind und islamistische Terroristen»: Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach am Montag in Berlin über die Krawalle. (10. Juli 2017)
Felipe Trueba/EPA, Keystone
Die Polizei hat mehrere Krawalltouristen aus dem Ausland festgenommen. (8. Juli 2017)
Die Polizei hat mehrere Krawalltouristen aus dem Ausland festgenommen. (8. Juli 2017)
Christof Stache, AFP
Wasserwerfer standen pausenlos im Einsatz. (8. Juli 2017)
Wasserwerfer standen pausenlos im Einsatz. (8. Juli 2017)
AP/Axel Heimken, Keystone
Darunter befinden sich Linksautonome aus der Schweiz. (8. Juli 2017)
Darunter befinden sich Linksautonome aus der Schweiz. (8. Juli 2017)
Christof Stache, AFP
Einzelne Demonstranten zielten mit Laserpointern auf die Augen von Polizisten. In einem Fall wurde der Pilot eines Polizeihelikopters geblendet. Dem dafür verantwortlichen Demonstrant wird der Prozess gemacht. (7. Juli 2017)
Einzelne Demonstranten zielten mit Laserpointern auf die Augen von Polizisten. In einem Fall wurde der Pilot eines Polizeihelikopters geblendet. Dem dafür verantwortlichen Demonstrant wird der Prozess gemacht. (7. Juli 2017)
EPA/Filip Singer, Keystone
In den Strassen brannten Barrikaden. (8. Juli 2017)
In den Strassen brannten Barrikaden. (8. Juli 2017)
AP/Daniel Bockwoldt, Keystone
Es gab verletzte Polizisten. (8. Juli 2017)
Es gab verletzte Polizisten. (8. Juli 2017)
AP/Daniel Bockwoldt, Keystone
Beurteilt das Ausmass an Gewalt als «ganz schrecklich» und «bedrückend»: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz steht während des Partnerprogramms des G-20-Gipfels im Rathaus in Hamburg. (8. Juli 2017)
Beurteilt das Ausmass an Gewalt als «ganz schrecklich» und «bedrückend»: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz steht während des Partnerprogramms des G-20-Gipfels im Rathaus in Hamburg. (8. Juli 2017)
Axel Schmidt, Keystone
«Grenzenlose Solidarität statt G-20»: Rund 15'000 Demonstranten zogen friedlich durch die Innenstadt. (8. Juli 2017)
«Grenzenlose Solidarität statt G-20»: Rund 15'000 Demonstranten zogen friedlich durch die Innenstadt. (8. Juli 2017)
AFP
Der Morgen nach der Krawallnacht: Putzequipen räumen in Hamburg auf. (8. Juli 2017)
Der Morgen nach der Krawallnacht: Putzequipen räumen in Hamburg auf. (8. Juli 2017)
AFP
Diese Gegenstände wurden von den Randalierern angezündet.
Diese Gegenstände wurden von den Randalierern angezündet.
Keystone
Ein neues Ausmass an Hass und Gewalt erlebt: Polizisten führen im Schanzenviertel mehrere Menschen ab. (7. Juli 2017)
Ein neues Ausmass an Hass und Gewalt erlebt: Polizisten führen im Schanzenviertel mehrere Menschen ab. (7. Juli 2017)
Daniel Bockwoldt, Keystone
Spezialeinheiten haben das Viertel gestürmt. (7. Juli 2017)
Spezialeinheiten haben das Viertel gestürmt. (7. Juli 2017)
Odd Andersen, AFP
Rund um das Gemeinschaftszentrum der linksautonomen Szene «Rote Flora» brannte es in den Strassen.
Rund um das Gemeinschaftszentrum der linksautonomen Szene «Rote Flora» brannte es in den Strassen.
Odd Andersen, AFP
Im Schanzenviertel brannten Barrikaden.
Im Schanzenviertel brannten Barrikaden.
AP/Matthias Schrader, Keystone
Demonstranten haben Geschäfte geplündert.
Demonstranten haben Geschäfte geplündert.
Odd Andersen, AFP
Beim Sturm auf das Schanzenviertel stehen auch SEK-Beamte mit Maschinenpistolen im Einsatz. (7. Juli 2017)
Beim Sturm auf das Schanzenviertel stehen auch SEK-Beamte mit Maschinenpistolen im Einsatz. (7. Juli 2017)
Screenshot N-TV
Demonstranten hatten ausgerufen, das Schanzenviertel sei eine «polizeifreie Zone».
Demonstranten hatten ausgerufen, das Schanzenviertel sei eine «polizeifreie Zone».
Leon Neal, Keystone
A barricade is set on fire during a protest against the G-20 summit in Hamburg, northern Germany, Friday, July 7, 2017. The leaders of the group of 20 meet July 7 and 8. (AP Photo/Michael Probst)
A barricade is set on fire during a protest against the G-20 summit in Hamburg, northern Germany, Friday, July 7, 2017. The leaders of the group of 20 meet July 7 and 8. (AP Photo/Michael Probst)
AP/Michael Probst, AFP
Es kam zu Plünderungen. Radikale Demonstranten haben einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelladen zerstört.
Es kam zu Plünderungen. Radikale Demonstranten haben einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelladen zerstört.
Alexander Koerner, Keystone
Krawalle in Hamburg: G-20-Gegner liefern sich Scharmützel mit der Polizei. (7. Juli 2017)
Krawalle in Hamburg: G-20-Gegner liefern sich Scharmützel mit der Polizei. (7. Juli 2017)
EPA/Armando Babani, Keystone
Die Demonstranten und die Polizei geraten aneinander. (7. Juli 2017)
Die Demonstranten und die Polizei geraten aneinander. (7. Juli 2017)
EPA/Armando Babani, Keystone
Die Polizei greift durch: Sie hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen. (7. Juli 2017)
Die Polizei greift durch: Sie hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen. (7. Juli 2017)
Christof Stache, AFP
Die Zugänge zur Elbphilharmonie sind abgesperrt. (7. Juli 2017)
Die Zugänge zur Elbphilharmonie sind abgesperrt. (7. Juli 2017)
Steffi Loos, AFP
Ungewöhnliche Methode: Die Polizei geht gegen Demonstranten vor. Ein Polizist hat einen Warnschuss abgegeben. (7. Juli 2017)
Ungewöhnliche Methode: Die Polizei geht gegen Demonstranten vor. Ein Polizist hat einen Warnschuss abgegeben. (7. Juli 2017)
Odd Andersen, AFP
Polizisten rennen durch Rauchwolken. (7. Juli 2017)
Polizisten rennen durch Rauchwolken. (7. Juli 2017)
Odd Andersen, AFP
Die Polizei versucht, G-20-Gegner zu vertreiben. (7. Juli 2017)
Die Polizei versucht, G-20-Gegner zu vertreiben. (7. Juli 2017)
AP/Matthias Schrader, Keystone
Die Polizei versucht mit Wasserwerfern, die Demonstranten bei der Landungsbrücke auseinanderzutreiben. (7. Juli 2017)
Die Polizei versucht mit Wasserwerfern, die Demonstranten bei der Landungsbrücke auseinanderzutreiben. (7. Juli 2017)
Ronald Wittek, Keystone
Die Hamburger Polizei hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen. (7. Juli 2017)
Die Hamburger Polizei hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen. (7. Juli 2017)
Christof Stache, AFP
Gipfelgegner sitzen auf der Strasse. (7. Juli 2017)
Gipfelgegner sitzen auf der Strasse. (7. Juli 2017)
EPA/Carsten Koall, Keystone
Demonstranten versuchen, die Elbphilharmonie zu stürmen. (7. Juli 2017)
Demonstranten versuchen, die Elbphilharmonie zu stürmen. (7. Juli 2017)
Twitter
Die Polizei riegelt die Zugänge zur Elbphilharmonie ab. (7. Juli 2017)
Die Polizei riegelt die Zugänge zur Elbphilharmonie ab. (7. Juli 2017)
Bodo Marks, AFP
Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G-20-Gipfels gehindert worden.
Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G-20-Gipfels gehindert worden.
Keystone
Zwischen Demonstranten und der Polizei ist es zu Ausschreitungen gekommen.
Zwischen Demonstranten und der Polizei ist es zu Ausschreitungen gekommen.
Alexander Körner/Getty
Ein Auto wurde während der Ausschreitungen angezündet.
Ein Auto wurde während der Ausschreitungen angezündet.
Christophe Gateau, Keystone
Krawalle in Hamburg: Die Einsatzkräfte mussten sich auch um diesen brennenden Mülleimer kümmern.
Krawalle in Hamburg: Die Einsatzkräfte mussten sich auch um diesen brennenden Mülleimer kümmern.
Bodo Marks, AFP
Dieser Pizzalieferant scheint unberührt von den ihn umgebenden Strassenschlachten.
Dieser Pizzalieferant scheint unberührt von den ihn umgebenden Strassenschlachten.
Alexander Körner/Getty
Die Demonstranten warfen Flaschen und andere Gegenstände gegen die Einsatzkräfte.
Die Demonstranten warfen Flaschen und andere Gegenstände gegen die Einsatzkräfte.
Markus Schreiber, Keystone
Sanitäter tragen einen Verletzten weg.
Sanitäter tragen einen Verletzten weg.
Leon Neal/Getty
Fertig lustig: Die Bereitschaftspolizei setzt Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.
Fertig lustig: Die Bereitschaftspolizei setzt Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.
John MacDougall, AFP
Die Polizei stürmt die Demo.
Die Polizei stürmt die Demo.
Odd Andersen, AFP
Die Polizei umzingelt die Demo mit Wasserwerfern.
Die Polizei umzingelt die Demo mit Wasserwerfern.
Boris Rössler, AFP
Die Polizei eskortiert die Anti-G-20-Demo durch Hamburg.
Die Polizei eskortiert die Anti-G-20-Demo durch Hamburg.
Boris Rössler, AFP
Ein gigantischer aufblasbarer schwarzer Block wird am Marsch mitgetragen.
Ein gigantischer aufblasbarer schwarzer Block wird am Marsch mitgetragen.
Odd Andersen, AFP
Teilnehmer des Protests «Welcome to Hell».
Teilnehmer des Protests «Welcome to Hell».
Odd Andersen, AFP
Man protestiert zu Livemusik.
Man protestiert zu Livemusik.
Odd Andersen, AFP
Die Polizei in Hamburg hat alle Kräfte am Fischmarkt vor Beginn des Protests mobilisiert.
Die Polizei in Hamburg hat alle Kräfte am Fischmarkt vor Beginn des Protests mobilisiert.
Filip Singer, Keystone
«Fähren, nicht Frontex»: Mit Bannern und Schildern versammeln sich Tausende.
«Fähren, nicht Frontex»: Mit Bannern und Schildern versammeln sich Tausende.
John MacDougall, AFP
Die Polizisten stehen in Hamburg mit einem Grossaufgebot für allfällige Scharmützel der Demonstranten bereit.
Die Polizisten stehen in Hamburg mit einem Grossaufgebot für allfällige Scharmützel der Demonstranten bereit.
Alexander Körner/Getty
Teilnehmer warten auf den Start der Demonstration.
Teilnehmer warten auf den Start der Demonstration.
Filip Singer, Keystone
Am Fischmarkt sind die ersten Demonstranten eingetroffen.
Am Fischmarkt sind die ersten Demonstranten eingetroffen.
Thomas Lohnes/Getty
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Knapp elf Monate nach den G20-Krawallen in Hamburg ist im Kanton Aargau ein Schweizer angehalten und von den Behörden befragt worden. In der Schweiz und in drei weiteren EU-Staaten wurden am frühen Dienstagmorgen Razzien durchgeführt.

Zunächst hatte die Nachrichtenagentur dpa von der Festnahme des 27-jährigen Schweizers im Kanton Aargau berichtet, unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Eine Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft präzisierte nun, die Zielperson sei der Staatsanwaltschaft «polizeilich zugeführt» worden.

Der Mann werde von der Staatsanwaltschaft befragt, in Anwesenheit von zwei Polizeibeamten aus Hamburg. Gestützt auf ein Hamburger Rechtshilfeersuchen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Bremgarten AG zwei Liegenschaften durchsucht. Zum Strafverfahren selbst konnte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nichts sagen.

In vier Ländern Razzien

Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Italien, Frankreich und Spanien gab es am Dienstagmorgen Razzien, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Hamburg mitteilten. Dabei geht es vor allem um Ausschreitungen in der Hamburger Elbchaussee, bei denen Randalierer am 7. Juli 2017 schwere Verwüstungen angerichtet hatten.

Bei der Suche nach Verdächtigen und Beweismaterial werden die Ermittler der Sonderkommission «Schwarzer Block» den Angaben zufolge von zahlreichen Polizeidienststellen sowie der europäischen Behörde Eurojust mit Sitz in Den Haag unterstützt.

Das Gipfeltreffen der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt im Juli 2017 war von massiven Ausschreitungen überschattet. In der Hamburger Elbchaussee hatten rund 220 Randalierer innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Autos angezündet und mehrere Polizeiautos angegriffen. Innensenator (Stadtrat) Andy Grote rückte die Ausschreitungen in die Nähe des Terrorismus.

Der NDR berichtete unter Berufung auf Soko-Leiter Jan Hieber, Grundlage für die Durchsuchungen sei die Auswertung von Videomaterial, das mehrere Verdächtige mit den Ausschreitungen in der Elbchaussee in Verbindung bringe. Zudem sei es den Ermittlern gelungen, durch Auswertung von DNA-Spuren Tatverdächtigen ihre Beteiligung an den Krawallen nachzuweisen.

24 mutmassliche Randalierer gesucht

Die Polizei hatte bereits am 13. April eine europaweite Fahndung nach 24 mutmasslichen Randalierern eingeleitet. Das Bundeskriminalamt (BKA) leitete eine Fahndungsliste mit Bildern von zwei Dutzend bisher unbekannten Personen «an die durch das LKA Hamburg ausgewählten europäischen Staaten» weiter.

Das stand in der Antwort des Bundesinnenministeriums an die Linksfraktion, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe vor zwei Wochen zitierten.

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