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Eine Teilung Kosovos wäre fatal

Alle sprechen von einem «Gebietstausch» zwischen Serben und Kosovaren. Ist das die Lösung?

Verhandelt mit Serbien über «Grenzkorrekturen»: Kosovos Präsident Hashim Thaçi.

Verhandelt mit Serbien über «Grenzkorrekturen»: Kosovos Präsident Hashim Thaçi.

(Bild: Reuters Dimitar Dilkoff)

Enver Robelli@enver_robelli

Plötzlich schwingen sie den Zauberstab. Pensionierte westliche Diplomaten, EU-Politiker, amerikanische Sicherheitsberater und sogenannte Balkan-Experten haben die Lösung für den Kosovo-Konflikt gefunden: Sie befürworten die territoriale Teilung, weil Serbien sich weigert, das südliche Nachbarland anzuerkennen. Offiziell und beschönigend ist von einem «Gebietstausch» die Rede. Demnach soll Belgrad den mehrheitlich von Serben bewohnten kosovarischen Norden erhalten, Kosovo würde im Gegenzug mit ein paar albanisch besiedelten Ortschaften in Südserbien entschädigt. Eine friedliche Form der ethnischen Säuberung sei das, und sie würde Frieden bringen, schrieb letzte Woche allen Ernstes Charles A. Kupchan in der «New York Times». Der Politologe war von 2014 bis 2017 Sonderbeauftragter für Nationale Sicherheit des US-Präsidenten.

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