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Schlammschlacht um Millionen

Der frankolibanesische Advokat Robert Bourgi war der Mittler der «Françafrique» und schleppte jahrelang Geldkoffer von den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika in den Elysée-Palast.
Bourgi sagt, Sarkozy sei sauber, er habe mit der «Françafrique» gebrochen: Nicolas Sarkozy mit Omar Bongo, dem inzwischen verstorbenen Präsidenten der Republik Gabun.
Liliane Bettencourt, die Milliardenerbin des Kosmetikkonzerns L’Oréal und Frankreichs reichste Frau, soll vor allem bürgerliche Politiker mit Geldcouverts beschenkt haben. Vor den Wahlen 2007 soll auch Nicolas Sarkozy von der Grossherzigkeit profitiert und damit gegen das Gesetz zur Parteifinanzierung verstossen haben. Der frühere Kassenwart der Präsidentenpartei UMP und Budgetminister Eric Woerth wurde wegen der Affäre aus der Regierung vertrieben. Die Nervosität im Elysée ist so gross, dass die Anruflisten von Journalisten ausspioniert wurden, um so deren anonyme Quellen aufzudecken. Eine Untersuchungsrichterin berichtete unlängst, Zeugen würden bedroht. Eine von ihnen, Bettencourts Ex-Buchhalterin Claire Thibout, wurde gestern verhört.
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