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Russland testet atomar bestückbare Rakete

Mitten in den Wirren um die Ostukraine hat Russland eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoss ist dazu gedacht, die von den USA geplante Raketenabwehr in Europa zu umgehen.

Russische Machtdemonstration: Der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew bei einem Besuch auf dem Weltraumbahnhof Plessezk. (Oktober 2008)
Russische Machtdemonstration: Der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew bei einem Besuch auf dem Weltraumbahnhof Plessezk. (Oktober 2008)
Reuters

Während in der Ukraine Chaos herrscht, hat Russland eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ RS-24 getestet. Die Rakete sei von einer mobilen Rampe auf dem nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk abgefeuert worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Jegorow, der Agentur Interfax.

Wenig später sei das Geschoss rund 9000 Kilometer entfernt auf dem Truppenübungsgelände Kura der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka eingeschlagen. Ziel sei es gewesen, die Verlässlichkeit der Technik zu prüfen, sagte Jegorow.

«Die militärische Schlagkraft Russlands erhöhen»

Russland sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, durch den umstrittenen Anschluss der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel Krim die schwerste Krise mit dem Westen seit dem Kalten Krieg ausgelöst zu haben.

Die neue Rakete solle die militärische Schlagkraft Russlands sowie die Sicherheit des Landes und seiner Verbündeten erhöhen, hiess es. Vor allem sei das Geschoss aber dazu gedacht, die von den USA geplante Raketenabwehr in Europa zu umgehen.

Die RS-24 Jars (Nato-Code: SS-27 Mod-2) soll einen veralteten Typ von Topol-Raketen ersetzen. Experten sehen in den wiederholten Raketentests im Ukraine-Konflikt auch Machtdemonstrationen Moskaus.

SDA/fko

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