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Renzi bedankt sich bei Präsident Napolitano

In seiner Neujahrsansprache hat Italiens Präsident Giorgio Napolitano seinen Rücktritt angekündigt. Ministerpräsident Matteo Renzi zog daraufhin Bilanz.

«Napolitano hat neun Jahre lang mit Verantwortungsbewusstsein gedient. Wir können nur Danke sagen»: Matteo Renzi. (29. Dezember 2014)
«Napolitano hat neun Jahre lang mit Verantwortungsbewusstsein gedient. Wir können nur Danke sagen»: Matteo Renzi. (29. Dezember 2014)
AP Photo

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat Präsident Giorgio Napolitano für dessen neunjährigen Dienst als Staatsoberhaupt gedankt. Napolitano hatte in seiner Neujahrsansprache ankündigt, aus Altersgründen zurückzutreten.

«Napolitano hat neun Jahre lang mit Verantwortungsbewusstsein gedient. Wir können nur Danke sagen», sagte Renzi, der nach Napolitanos Neujahrsansprache mit dem Präsidenten telefonierte. Auch Senatspräsident Piero Grasso dankte Napolitano für dessen Einsatz.

Einen genauen Zeitpunkt für seinen Rücktritt hatte Napolitano nicht genannt. Gerüchten zufolge wird er am 13. Januar zurücktreten. An diesem Tag wird Renzi im EU-Parlament die mit Jahresende ausgelaufene italienische EU-Ratspräsidentschaft bilanzieren.

Napolitano sagte, er habe persönlich festgestellt, dass ihn Altersbeschwerden zunehmend bei der Ausübung seiner Funktionen behindern würden. «Ich habe die Pflicht, die Signale der Müdigkeit nicht zu unterschätzen», sagte Napolitano bei der Ansprache, die vom Fernsehen live übertragen wurde.

«Ich kann nicht mehr das Mandat ausüben, zu dem ich 2006 aufgerufen und im April 2013 verlängert wurde», sagte der 89-jährige Napolitano. Das sei sein persönlicher Beschluss, der weder das Parlament noch die Regierung beeinflussen werde. Die Voraussetzungen seien vorhanden, damit das Parlament auf ausgewogene Weise die Suche nach einem Nachfolger beginne.

Erster Präsident mit zweiter Amtszeit

Weil andere Kandidaten beim Wahlgang durchgefallen waren, hatte sich der international angesehene Napolitano im April 2013 noch einmal bereit erklärt. Er wurde so der erste italienische Präsident, der für eine zweite siebenjährige Amtszeit gewählt wurde.

Laut Medienberichten will Premier Renzi, dass Ex-EU-Kommissionspräsident Romano Prodi für die Nachfolge Napolitanos kandidiert. Renzi hatte vor zwei Wochen Prodi im Regierungssitz empfangen.

SDA/ajk

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