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Präsident verwehrt schwulem Dozenten Professur

In Tschechien ist eine Debatte über die Rechte von Homosexuellen entbrannt. Auslöser ist Präsident Milos Zeman, der es ablehnte, einen homosexuellen Akademiker zum Professor zu ernennen.

Ihm wird vorgeworfen, die akademischen Freiheiten des Landes zu beschneiden: Milos Zeman. (Archivbild)
Ihm wird vorgeworfen, die akademischen Freiheiten des Landes zu beschneiden: Milos Zeman. (Archivbild)
Keystone

Tschechiens Präsident Milos Zeman hat in seinem Land eine Debatte über die Rechte von Homosexuellen ausgelöst. Der 68-Jährige lehnt es ab, den Akademiker Martin C. Putna zum Professor zu ernennen. Zeman kritisierte insbesondere dessen Auftreten bei einem Homosexuellenmarsch in Prag vor zwei Jahren mit einem vulgären Protestschild.

Das Recht auf freie sexuelle Orientierung und in Prag mit einer solchen Aufschrift zu marschieren – das seien zwei verschiedene Dinge, sagte Zeman der Zeitung «Lidove Noviny». In Tschechien ernennt der Präsident traditionell bei einem jährlichen Festakt die neuen Professoren.

Kritiker werfen dem Anfang März angetretenen Zeman politische Einflussnahme und Störung der akademischen Freiheiten vor. Für Donnerstag haben Studentenvertreter zu Protesten aufgerufen. Der 44 Jahre alte Literaturkritiker Putna ist unter anderem Autor der Studie «Das Christentum und die Homosexualität» (übersetzter Titel).

SDA/mrs

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