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Portugals Finanzminister hat genug

Er war einer der Antreiber des harten Sparkurses in Portugal: Finanzminister Vitor Gaspar. Nun ist er nach zwei Jahren im Amt zurückgetreten.

Gibt sein Amt an die Schatzkanzlerin ab: Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar. (Juni 2013)
Gibt sein Amt an die Schatzkanzlerin ab: Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar. (Juni 2013)

Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar ist zurückgetreten. Das teilte das Büro von Präsident Aníbal Cavaco Silva am Montag mit. Gaspars Amt werde die bisherige Schatzkanzlerin Maria Luís Albuquerque übernehmen, hiess es weiter.

Gaspar hatte in der Regierung eine Schlüsselrolle inne. Seit das schuldengeplagte Land 2011 um ein Rettungspaket über 78 Milliarden Euro ersuchte, trieb der gelernte Ökonom die Sanierung des Staatshaushalts und einen harten Sparkurs mit voran. Gaspar hatte keine Erfahrung auf der politischen Bühne, als er der Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho nach deren Amtsantritt im Juni 2011 beitrat. Coelhos' Büro bestätigte am Montag den Rücktritt Gaspars.

Die Regierung in Lissabon steht derzeit unter einem enormen öffentlichen Druck, ihre Sparpolitik aufzugeben, die im Gegenzug für die Milliardenhilfe von internationalen Gläubigern verlangt wird. Portugal steckt das dritte Jahre in Folge in der Rezession, die Arbeitslosenquote liegt bei 17,6 Prozent.

SDA/fko

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