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Moskau-Attentäter diente in der russischen Armee

Der mutmassliche Täter des Selbstmordanschlags auf den Moskauer Flughafen Domodedowo war einem Zeitungsbericht zufolge Mitglied der russischen Marine. Auch seine Geschwister wurden verhaftet.

Ein Bild der Zerstörung: Der Flughafen von Moskau kurz nach dem Attentat am 24. Januar 2011. 36 Menschen kamen ums Leben.
Ein Bild der Zerstörung: Der Flughafen von Moskau kurz nach dem Attentat am 24. Januar 2011. 36 Menschen kamen ums Leben.
Keystone
Magomed Jewlojew gilt als Selbstmordattentäter. Er soll bei der russischen Marine gedient haben.
Magomed Jewlojew gilt als Selbstmordattentäter. Er soll bei der russischen Marine gedient haben.
Keystone
Aufregung vor dem Moskauer Flughafen: Die Polizei fährt vor dem Eingangsbereich vor.
Aufregung vor dem Moskauer Flughafen: Die Polizei fährt vor dem Eingangsbereich vor.
AFP
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Der 20-jährige Magomed Jewlojew sei wenige Monate vor dem Anschlag kurzzeitig mit der Pazifikflotte im ostrussischen Wladiwostok stationiert gewesen, berichtet die russische Zeitung «Kommersant» unter Berufung auf regionale Polizeiangaben. Demnach absolvierte Jewlojew nach seiner Einberufung ins Militär zunächst eine Erstausbildung im 165. Regiment der Marine in Wladiwostok und diente daraufhin drei Monate bei der Flotte. Wegen einer Erkrankung seines Vaters sei er dann aber freigestellt worden und nicht mehr zum Militär zurückgekehrt.

Jewlojews Vater hatte vor kurzem ausgesagt, sein ältester Sohn habe das elterliche Haus im inguschetischen Dorf Ali-Jurt im September verlassen und sei nur kurz vor dem Moskauer Flughafenanschlag zurückgekehrt, um seine Geschwister zu besuchen. Der Bruder und die Schwester des mutmasslichen Attentäters wurden inzwischen wegen einer möglichen Verstrickung in die Tat festgenommen.

36 Todesopfer

Bei dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo waren am 24. Januar 36 Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannte sich Anfang Februar der tschetschenische Rebellenchef Doku Umarow, der nach eigenen Angaben auch für die Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn im März 2010 verantwortlich ist. Die russischen Behörden haben sich zu dem Bekenntnis Umarows bisher nicht geäussert. Auch im russischen Staatsfernsehen wurde darüber bisher nicht berichtet.

AFP/jak

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