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MH-17-Abschuss: Berlin wusste von Gefahren

Diplomaten bezeichneten die Lage in der Ukraine wenige Tage vor dem Abschuss der Passagiermaschine als besorgniserregend – doch niemand handelte.

Trümmer noch lange nach dem Absturz: Überreste der MH 17 der Malaysian Airlines in der Ostukraine. (18. Juli 2014)
Trümmer noch lange nach dem Absturz: Überreste der MH 17 der Malaysian Airlines in der Ostukraine. (18. Juli 2014)
AFP

Der deutschen Regierung lagen einem Medienbericht zufolge vor dem Abschuss einer Boeing 777 der Malaysia Airlines über der Ostukraine im Juli 2014 klare Hinweise auf Gefahren vor. Diese habe sie nicht an deutsche Fluggesellschaften weitergegeben.

Das berichten WDR, NDR und «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf vertrauliche Telegramme des Auswärtigen Amtes. Demnach bezeichneten Diplomaten wenige Tage vor dem Abschuss die Lage in der Ostukraine als besorgniserregend. Grund sei der Abschuss einer Militärmaschine in Höhe von mehr als 6000 Metern gewesen.

Gefahr für zivile Flugzeuge

Die sei eine neue Qualität gewesen, weil ein Abschuss in dieser Höhe für Militärexperten ein klarer Hinweis sei, dass auch Ziele in grösseren Höhen getroffen werden könnten. Damit bestehe auch eine Gefahr für zivile Passagiermaschinen. Das Aussenministerium äusserte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Beim Abschuss der Maschine mit der Flugnummer MH 17 kamen am 17. Juli alle 298 Menschen an Bord ums Leben. An diesem Tag flogen den Medien zufolge auch drei Maschinen der Lufthansa über das Gebiet. Die Fluggesellschaften seien erst nach dem Abschuss über eine veränderte Sicherheitslage informiert worden.

SDA/rar

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