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«Merkel tritt wieder an»

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach ist überzeugt davon, dass die deutsche Kanzlerin 2017 zum vierten Mal als Kandidatin zur Bundestagswahl antreten wird.

Spekulationen um ihre Zukunft: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. (Archiv)
Spekulationen um ihre Zukunft: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. (Archiv)
Daniel Roland, Keystone

Am Rande seiner Buchvorstellung («Endspurt») am Dienstag sagte der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach gegenüber der «Bild»-Zeitung: «Merkel wird bei der Bundestagswahl 2017 wieder antreten und von beiden Parteien getragen.» Bosbach gilt als langjähriger politischer Weggefährte Merkels.

Offiziell lässt die 62-Jährige noch offen, ob sie nächstes Jahr wieder als Spitzenkandidatin antreten wird. In einem «Sommerinterview» mit der ARD sagte Merkel, dass sie sich «zum gegebenen Zeitpunkt» bezüglich einer weiteren Kandidatur äussern werde. Vor ihrer dritten Amtszeit hatte sie sich weniger zurückgehalten. 2011 – also zwei Jahre vor den Kanzlerwahlen – hatte sie gesagt, dass sie doch hoffe, dass sie zur nächsten Bundestagswahl einen Gegenkandidaten von der SPD bekomme.

Lieber Merkel als Gabriel

Mitte vergangenen Jahres galt Merkel als Kanzlerkandidatin noch als gesetzt und alternativlos. Doch Merkels Haltung in der Flüchtlingspolitik hat die öffentliche Meinung beeinflusst. Im aktuellen ZDF-Politbarometer lehnen 52 Prozent Merkels Politik ab.

Eine weitere Umfrage ergab, dass 50 Prozent der Deutschen nicht wollen, dass Merkel erneut antritt; sie wäre ihnen aber immer noch lieber als SPD-Chef Sigmar Gabriel. Wenn Merkel und Gabriel als Kanzlerkandidaten ins Rennen gingen, wäre 56 Prozent aller Befragten Merkel als Kanzlerin lieber als Gabriel, der nur auf 30 Prozent kommt.

Stoiber sagt Unterstützung zu

Als späteste Gelegenheit, sich zu einer Kandidatur zu äussern, gilt der CDU-Parteitag Anfang Dezember in Essen, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» schreibt. Für den Fall, dass Merkel aufhört, bliebe für einen neuen Kandidat immerhin noch knapp ein Jahr, um sich zu bewähren und um Vertrauen zu werben.

Für den Fall, dass die Kanzlerin nochmals antritt, hat sie – nach starker Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik – Unterstützung aus den Reihen der Schwesterpartei CSU zugesichert bekommen. Man werde gemeinsam mit der CDU in den Bundestagswahlkampf ziehen, erklärte der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber, der ebenfalls bei Bosbachs Buchvorstellung anwesend war, gegenüber der «Bild». Als «absurd» bezeichnete Stoiber Spekulationen, die bayerische Schwesterpartei könnte 2017 einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen.

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