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Türkisches Militär bombardiert PKK

Zwei Militärfahrzeuge sind in der Provinz Hakkari in Sprengfallen der Rebellen geraten. 31 Soldaten starben. Die türkische Luftwaffe flog Vergeltungsangriffe.

Schwere Verluste nach PKK-Angriff: Präsident Recep Tayyip Erdogans Sicherheitskräfte wollen entschlossen zurückschlagen. (24. September 2014) Bild: EPA/Justin Lane
Schwere Verluste nach PKK-Angriff: Präsident Recep Tayyip Erdogans Sicherheitskräfte wollen entschlossen zurückschlagen. (24. September 2014) Bild: EPA/Justin Lane

Nach einem schweren PKK-Anschlag gegen türkische Soldaten hat die Luftwaffe des Landes die kurdischen Rebellen bombardiert. Der «grosse Lufteinsatz» habe sich gegen 13 Ziele der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gerichtet, wie das Militär am Montag mitteilte. Viele «Terroristen» – die offizielle türkische Bezeichnung für die kurdischen Rebellen – seien getötet worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Bei den Bombenanschlägen kurdischer Rebellen waren am Sonntag mehrere türkische Soldaten getötet worden. Zwei Panzerfahrzeuge des Militärs seien nahe dem Ort Daglica in der Provinz Hakkari in Sprengfallen der Rebellen geraten, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntagabend in einem Fernsehinterview. «Die Informationen unserer Generalstabschefs machen sehr traurig», sagte er. Die Zahl der Opfer nannte Erdogan nicht, betonte aber, die türkischen Sicherheitskräfte würden entschlossen zurückschlagen.

Die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF meldete, 31 Soldaten seien beim Angriff gestorben.

Konflikt im Juli wieder aufgeflammt

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu brach den Besuch eines Fussballspiels der türkischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande in der Stadt Konya vorzeitig ab, um mit seinem Sicherheitskabinett zusammenzukommen und das weitere Vorgehen zu beraten. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, die Luftwaffe habe bereits Vergeltungsangriffe auf zehn vermutete Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) geflogen.

Ganz in der Nähe des Anschlagsortes Daglica im Kreis Yüksekova wurde eine am Sonntag festgenommene niederländische Journalistin festgehalten. Sie und mehrere Aktivisten seien dort in eine Sperrzone eingedrungen, hiess es von der Regierung. Daglica liegt nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze zum Iran und Irak entfernt.

Der Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) ist im Juli wieder aufgeflammt. Bei Kämpfen und Anschlägen starben nach staatlichen Medienberichten seitdem rund 70 Sicherheitskräfte sowie etwa 90 Angehörige der PKK.

SDA/hae

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