Zum Hauptinhalt springen

LKA warnte vor Anschlag des Berliner Attentäters

Das Düsseldorfer Innenministerium wurde vom nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt im März 2016 aufgefordert, Anis Amri abzuschieben.

chk
Mit dieser Pistole hatte Amri den entführten polnischen LKW-Chauffeur in Berlin getötet und in Mailand auf Polizisten geschossen.
Mit dieser Pistole hatte Amri den entführten polnischen LKW-Chauffeur in Berlin getötet und in Mailand auf Polizisten geschossen.
Andrew Medichini/AP, Keystone
Italienische Forensiker untersuchen den Ort in Mailand, wo Amri erschossen worden ist.
Italienische Forensiker untersuchen den Ort in Mailand, wo Amri erschossen worden ist.
Daniele Bennati, Keystone
Zur Schiesserei sei es gekommen, weil sich Anis Amri geweigert habe, seine Papiere zu zeigen.
Zur Schiesserei sei es gekommen, weil sich Anis Amri geweigert habe, seine Papiere zu zeigen.
Daniele Bennati, Keystone
Bei der Schiesserei wurde ein Polizist in die Schulter getroffen, er war nicht in Lebensgefahr.
Bei der Schiesserei wurde ein Polizist in die Schulter getroffen, er war nicht in Lebensgefahr.
Daniele Bennati, Keystone
Sicherheitskräfte sperren den Tatort ab.
Sicherheitskräfte sperren den Tatort ab.
Daniele Bennati, Keystone
Es bestehe «nicht der Schatten eines Zweifels» an der Identität des Getöteten, sagte der italienische Innenminister Marco Minniti am Freitag.
Es bestehe «nicht der Schatten eines Zweifels» an der Identität des Getöteten, sagte der italienische Innenminister Marco Minniti am Freitag.
Gregorio Borgia, Keystone
Berichten zufolge: Der Tatverdächtige Anis Amri soll in Mailand erschossen worden sein.
Berichten zufolge: Der Tatverdächtige Anis Amri soll in Mailand erschossen worden sein.
Screenshot: Corriere della Sera
Keine grelle Beleuchtung, keine Partymusik: Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz ist wieder geöffnet.
Keine grelle Beleuchtung, keine Partymusik: Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz ist wieder geöffnet.
Sean Gallup/Getty Images
Sie will keine Anzeichen der Radikalisierung gesehen haben: Nur al-Huda Hassani, die Mutter des Terrorverdächtigen, posiert in ihrem Zuhause in Tunesien mit einem Bild ihres Sohnes. (22. Dezember 2016)
Sie will keine Anzeichen der Radikalisierung gesehen haben: Nur al-Huda Hassani, die Mutter des Terrorverdächtigen, posiert in ihrem Zuhause in Tunesien mit einem Bild ihres Sohnes. (22. Dezember 2016)
Mohamed Messara, Keystone
Hier war Anis Amri offenbar gemeldet: Sicherheitskräfte durchsuchen ein Flüchtlingsheim in Emmerich, Nordrhein-Westfalen. (22. Dezember 2016)
Hier war Anis Amri offenbar gemeldet: Sicherheitskräfte durchsuchen ein Flüchtlingsheim in Emmerich, Nordrhein-Westfalen. (22. Dezember 2016)
Keystone
Trauerfeier in der Gedächtniskirche in Berlin: Innenminister Thomas de Maizière schreibt ins Kondolenzbuch. (20. Dezember 2016)
Trauerfeier in der Gedächtniskirche in Berlin: Innenminister Thomas de Maizière schreibt ins Kondolenzbuch. (20. Dezember 2016)
Hannibal Hanschke/EPA, Keystone
Der gesuchte Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben: Fahndungsplakat des BKA.
Der gesuchte Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben: Fahndungsplakat des BKA.
BKA
Der Tunesier habe Kontakte zu salafistischen Kreisen unterhalten und sei als «Gefährder» eingestuft worden, also als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung.
Der Tunesier habe Kontakte zu salafistischen Kreisen unterhalten und sei als «Gefährder» eingestuft worden, also als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung.
BKA
Die Behörden fahnden jetzt offiziell nach dem Tatverdächtigen Tunesier Anis A. Sie haben ein Kopfgeld von 100'000 Euro ausgesetzt.
Die Behörden fahnden jetzt offiziell nach dem Tatverdächtigen Tunesier Anis A. Sie haben ein Kopfgeld von 100'000 Euro ausgesetzt.
BKA
Gegen den Verdächtigen sei in Berlin wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt worden: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger informiert in Düsseldorf über den gesuchten Tatverdächtigen Anis A. (21. Dezember 2016)
Gegen den Verdächtigen sei in Berlin wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt worden: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger informiert in Düsseldorf über den gesuchten Tatverdächtigen Anis A. (21. Dezember 2016)
dpa / Federico Gambarini, AFP
Der getötete polnische LKW-Fahrer Lukasz U. hat durch sein Eingreifen gegen den Terroristen im Führersitz Schlimmeres verhindert.
Der getötete polnische LKW-Fahrer Lukasz U. hat durch sein Eingreifen gegen den Terroristen im Führersitz Schlimmeres verhindert.
Britta Pedersen, Keystone
Die Polizei fahndet nach dem verdächtigen Tunesier, der hätte abgeschoben werden sollen.
Die Polizei fahndet nach dem verdächtigen Tunesier, der hätte abgeschoben werden sollen.
Sean Gallup/Getty Images
Im Fussraum der Fahrerkabine sollen die Ermittler ein offizielles Ausweisdokument des Verdächtigen gefunden haben: Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens am Breitscheidplatz.
Im Fussraum der Fahrerkabine sollen die Ermittler ein offizielles Ausweisdokument des Verdächtigen gefunden haben: Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens am Breitscheidplatz.
DPA/Britta Pedersen, Keystone
Die Jihadistenmiliz IS beansprucht den Anschlag über sein Sprachrohr Amaq für sich. Der Attentäter sei ein «Soldat des Islamischen Staats».
Die Jihadistenmiliz IS beansprucht den Anschlag über sein Sprachrohr Amaq für sich. Der Attentäter sei ein «Soldat des Islamischen Staats».
AP Photo/Markus Schreiber, Keystone
Der Lastwagen krachte durch die Gasse zwischen den Buden des Marktes und kam erst rund 60 bis 80 Meter später zum Stehen. (20. Dezember 2016)
Der Lastwagen krachte durch die Gasse zwischen den Buden des Marktes und kam erst rund 60 bis 80 Meter später zum Stehen. (20. Dezember 2016)
Tobias Schwarz, AFP
Ariel Zurawski, Besitzer des Transportunternehmens, trauert um seinen Cousin Lukasz U. Der 37-jährige Pole wurde wohl vom Täter in der Fahrerkabine des LKW erschossen.
Ariel Zurawski, Besitzer des Transportunternehmens, trauert um seinen Cousin Lukasz U. Der 37-jährige Pole wurde wohl vom Täter in der Fahrerkabine des LKW erschossen.
STR, Keystone
Der Lastwagen fuhr an der Ecke Kantstrasse/Budapester Strasse in den Weihnachtsmarkt, krachte durch die Gasse zwischen den Buden, durchbrach nach 60 bis 80 Metern die linke Reihe der Buden und kam halb auf der Budapester Strasse zum Stehen. Ein Dutzend Menschen starben, bis zu 50 Menschen wurden teils schwer verletzt. (20. Dezember 2016)
Der Lastwagen fuhr an der Ecke Kantstrasse/Budapester Strasse in den Weihnachtsmarkt, krachte durch die Gasse zwischen den Buden, durchbrach nach 60 bis 80 Metern die linke Reihe der Buden und kam halb auf der Budapester Strasse zum Stehen. Ein Dutzend Menschen starben, bis zu 50 Menschen wurden teils schwer verletzt. (20. Dezember 2016)
Screenshot/N24.de, Ex-Press
Tote, Verletzte und zerstörte Buden: Blick auf die Spur der Zerstörung des Lastwagens. (20. Dezember 2016)
Tote, Verletzte und zerstörte Buden: Blick auf die Spur der Zerstörung des Lastwagens. (20. Dezember 2016)
Markus Schreiber/AP, Keystone
Trauer um die Opfer: Kanzlerin Angela Merkel legt Blumen nieder. (20. Dezember 2016)
Trauer um die Opfer: Kanzlerin Angela Merkel legt Blumen nieder. (20. Dezember 2016)
Tobias Schwarz, AFP
Junge Frauen auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Kudamm.
Junge Frauen auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Kudamm.
Reuters
Auch auf Weihnachtsmärkten in Frankreich werden die Sicherheitsmassnahmen erhöht: Polizisten in Paris. (20. Dezember 2016)
Auch auf Weihnachtsmärkten in Frankreich werden die Sicherheitsmassnahmen erhöht: Polizisten in Paris. (20. Dezember 2016)
AFP
Beton-Absperrungen werden errichtet. Sie sollen öffentliche Orte und Veranstaltungen besser schützen.
Beton-Absperrungen werden errichtet. Sie sollen öffentliche Orte und Veranstaltungen besser schützen.
Arno Burgi, AFP
«In uns lebt ihr weiter»: Die Menschen in Berlin trauern und zünden Kerzen für die Opfer an. (20. Dezember 2016)
«In uns lebt ihr weiter»: Die Menschen in Berlin trauern und zünden Kerzen für die Opfer an. (20. Dezember 2016)
Pawel Kopczynski, Reuters
«Ich bin Berlin»: Zahlreiche Menschen wollen ihrer Trauer öffentlich Ausdruck verleihen. Sie zünden Kerzen an ...
«Ich bin Berlin»: Zahlreiche Menschen wollen ihrer Trauer öffentlich Ausdruck verleihen. Sie zünden Kerzen an ...
Fabrizio Bensch, Reuters
... oder legen Blumen nieder.
... oder legen Blumen nieder.
Matthias Schrader, AFP
Auch in der Gedächtniskirche versammeln sich Menschen, um der Opfer zu gedenken. Das Attentat hatte in direkter Nähe stattgefunden.
Auch in der Gedächtniskirche versammeln sich Menschen, um der Opfer zu gedenken. Das Attentat hatte in direkter Nähe stattgefunden.
Pawel Kopczynski, Reuters
Am Tatort nahe der Gedächtniskirche: Die Ermittler bei Tagesanbruch. (20. Dezember 2016)
Am Tatort nahe der Gedächtniskirche: Die Ermittler bei Tagesanbruch. (20. Dezember 2016)
Tobias Schwarz, AFP
Die Einsatzkräfte vor Ort am Breitscheidplatz (20. Dezember 2016)
Die Einsatzkräfte vor Ort am Breitscheidplatz (20. Dezember 2016)
Fabrizio Bensch, Reuters
Die Führerkabine des LKW ist völlig zerstört. (20. Dezember 2016)
Die Führerkabine des LKW ist völlig zerstört. (20. Dezember 2016)
Hannibal Hanschke, Reuters
Der Sattelschlepper wird von den Behörden abgeschleppt. (20. Dezember 2016)
Der Sattelschlepper wird von den Behörden abgeschleppt. (20. Dezember 2016)
Pawel Kopczynski, Reuters
Der Tatort aus einiger Distanz: Weisse Absperrungen auf der Strasse verdecken die Sicht auf den Lastwagen und die Zerstörung, die er angerichtet hat.
Der Tatort aus einiger Distanz: Weisse Absperrungen auf der Strasse verdecken die Sicht auf den Lastwagen und die Zerstörung, die er angerichtet hat.
Odd Andersen, AFP
Ermittler sichern die Spuren beim Lastwagen, der in den Weihnachtsmarkt bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Ermittler sichern die Spuren beim Lastwagen, der in den Weihnachtsmarkt bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Odd Andersen, AFP
Trauer in Berlin: Der deutsche Sänger Frank Zander umarmt nach Bekanntwerden der Tat einen Fan an einer Wohltätigkeitsveranstaltung.
Trauer in Berlin: Der deutsche Sänger Frank Zander umarmt nach Bekanntwerden der Tat einen Fan an einer Wohltätigkeitsveranstaltung.
Sean Gallup
Ein Bild des Schreckens: Der Breitscheidplatz in Berlin, wo ein LkW in den Weinnachtsmarkt gesteuert wurde. (20. Dezember, 2016)
Ein Bild des Schreckens: Der Breitscheidplatz in Berlin, wo ein LkW in den Weinnachtsmarkt gesteuert wurde. (20. Dezember, 2016)
Pawel Kopczynski, Reuters
Nach neusten Angaben der Polizei gab es zwölf Tote: Polizisten vor dem LKW am Breitscheidplatz in der Nähe des Kurfürstendamms. (19. Dezember 2016)
Nach neusten Angaben der Polizei gab es zwölf Tote: Polizisten vor dem LKW am Breitscheidplatz in der Nähe des Kurfürstendamms. (19. Dezember 2016)
Fabrizio Bensch, Reuters
Der schwarze LKW ist in einen Weihnachtsmarkt gerast. (19. Dezember 2016)
Der schwarze LKW ist in einen Weihnachtsmarkt gerast. (19. Dezember 2016)
AP, Keystone
Ein Weihnachtsbaum mit dem der Lkw kollidierte, liegt auf dem Boden.
Ein Weihnachtsbaum mit dem der Lkw kollidierte, liegt auf dem Boden.
CLEMENS BILAN/EPA, Keystone
In der Gedächtniskirche Kaiser Wilhelm findet um 18 Uhr ein Trauergottesdienst statt.
In der Gedächtniskirche Kaiser Wilhelm findet um 18 Uhr ein Trauergottesdienst statt.
CLEMENS BILAN/EPA, Keystone
Berlins Bürgermeister Michael Müller (l.) gibt vor Ort den Medien Auskunft.
Berlins Bürgermeister Michael Müller (l.) gibt vor Ort den Medien Auskunft.
Keystone
Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt.
AP Photo/Michael Sohn, Keystone
Rettungskräfte kümmern sich um einen Verletzten.
Rettungskräfte kümmern sich um einen Verletzten.
John MACDOUGALL, AFP
Die Polizei prüft, ob es sich um einen Anschlag handelt.
Die Polizei prüft, ob es sich um einen Anschlag handelt.
AP Photo/Michael Sohn, Keystone
«Ich habe gesehen, wie der LKW in die Menschen gefahren ist», sagt ein junger Mann dem Fernsehsender N24. Der Fahrer sei maskiert gewesen.
«Ich habe gesehen, wie der LKW in die Menschen gefahren ist», sagt ein junger Mann dem Fernsehsender N24. Der Fahrer sei maskiert gewesen.
Screenshot N24
Nach Informationen der «Welt» gab es seit mehreren Tagen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin.
Nach Informationen der «Welt» gab es seit mehreren Tagen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin.
DPA/Paul Zinken, Keystone
Dabei wurden mehrere Buden zerstört.
Dabei wurden mehrere Buden zerstört.
Leserreporter
Der LKW fuhr nach Polizeiangaben auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt zwischen den Ständen durch.
Der LKW fuhr nach Polizeiangaben auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt zwischen den Ständen durch.
DPA/Paul Zinken, Keystone
Dann kam er auf der Budapester Strasse zu stehen.
Dann kam er auf der Budapester Strasse zu stehen.
DPA/Paul Zinken, Keystone
Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert und nach dem Anschlag vor dem Hochhaus des Waldorf-Astoria-Hotels abgestellt, wie ein dpa-Fotograf berichtete.
Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert und nach dem Anschlag vor dem Hochhaus des Waldorf-Astoria-Hotels abgestellt, wie ein dpa-Fotograf berichtete.
DPA/Paul Zinken, Keystone
Der Weihnachtsmarkt liegt in der Nähe der Gedächtniskirche.
Der Weihnachtsmarkt liegt in der Nähe der Gedächtniskirche.
Odd ANDERSEN, AFP
Die Polizei hat die Bewohner der Hauptstadt zur Ruhe aufgefordert.
Die Polizei hat die Bewohner der Hauptstadt zur Ruhe aufgefordert.
John MACDOUGALL, AFP
Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort.
Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort.
DPA/Paul Zinken, Keystone
Der Fahrer flüchtete zunächst Richtung Zoo.
Der Fahrer flüchtete zunächst Richtung Zoo.
John MACDOUGALL, AFP
Später konnte er nach Polizeiangaben festgenommen werden.
Später konnte er nach Polizeiangaben festgenommen werden.
Sean Gallup/Getty Images
Die Berliner Polizei bittet die Anwohner, vorerst zu Hause zu bleiben.
Die Berliner Polizei bittet die Anwohner, vorerst zu Hause zu bleiben.
Odd ANDERSEN, AFP
«Bleiben Sie zu Hause und verbreiten Sie keine Gerüchte», schrieb die Polizei am Montagabend auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.
«Bleiben Sie zu Hause und verbreiten Sie keine Gerüchte», schrieb die Polizei am Montagabend auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.
Odd ANDERSEN, AFP
Zahlreiche Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten.
Zahlreiche Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten.
Sean Gallup/Getty Images
1 / 63

Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA) hat das Düsseldorfer Innenministerium einem Medienbericht zufolge bereits im März 2016 vor dem Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri gewarnt – und seine Abschiebung angeregt.

In einem vertraulichen Schreiben an das Ministerium warnte das LKA, dass der Tunesier einen Anschlag planen könnte, wie die Zeitung «Bild am Sonntag» berichtete. In dem Schreiben heisst es demnach, dass nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen damit zu rechnen sei, «dass durch Amri eine terroristische Gefahr in Form eines (Selbstmord-)Anschlages ausgeht». Deshalb schlug das LKA vor, seine Abschiebung anzuordnen.

Als Beleg für Amris Gefährlichkeit diente den Ermittlern laut dem Blatt unter anderem ein überwachter Chat vom 2. Februar 2016. Darin kündigte Amri an, in Deutschland «eine Schwester» heiraten zu wollen. Als sein Chatpartner nicht verstand, benutzte er den Begriff «Dougma» – nach Angaben der Beamten eine «Metapher für einen Selbstmordanschlag».

Rechtlich nicht durchsetzbar

Die Abschiebung wurde allerdings nie angeordnet. Das NRW-Innenministerium kam zum Ergebnis, dass eine Abschiebung rechtlich nicht durchsetzbar sei. Auch nach dem Anschlag hatte Landesinnenminister Ralf Jäger mehrmals gesagt, es sei rechtlich nicht möglich gewesen, eine Abschiebung anzuordnen. Die neuen Details könnten Jäger weiter unter Druck bringen. Er soll am Mittwoch vor dem Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags aussagen.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember in Berlin starben zwölf Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Amri wurde Tage nach dem Lastwagen-Attentat bei einer Polizeikontrolle in Italien erschossen.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch