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Leader-Sehnsucht bei den Elite-Skeptikern

In Europa gibt es eine Kluft zwischen «denen da oben» und der Basis.

Von Hannes Nussbaumer
«Elite-Basis-Konflikt»: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Jean-Claude Juncker, Spitzenkandidat für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. (April 2014)
«Elite-Basis-Konflikt»: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Jean-Claude Juncker, Spitzenkandidat für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. (April 2014)
Keystone

Die Deutung der Europawahl-Ergebnisse vom letzten Wochenende klingt in den Ohren des Schweizer Publikums höchst vertraut. Die Diagnose, dass «die da oben» nicht hören wollen, was die Bevölkerung als richtig und wichtig empfindet; die Wahrnehmung, dass sich das Spitzenpersonal in Politik und Wirtschaft um die Ängste des Durchschnittsmenschen foutiert: ein Befund, der in der Schweiz bereits seit dem 9. Februar kursiert – seit dem Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative. Im Politologen-Jargon heisst das Phänomen «Elite-Basis-Konflikt».

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