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Le Pens Partei will von #Macronleaks profitieren

Nach der Hackerattacke auf Emmanuel Macron kritisiert der Vizepräsident des Front National den «investigativen Journalismus». Er hofft auf Enthüllungen.

Beklagt zwei Tage vor der Stichwahl einen Hackerangriff: Emmanuel Macron, dessen Wahlplakate im ganzen Land «verziert» wurden. (5. Mai 2017)
Beklagt zwei Tage vor der Stichwahl einen Hackerangriff: Emmanuel Macron, dessen Wahlplakate im ganzen Land «verziert» wurden. (5. Mai 2017)
Joel Saget, AFP
Florian Philippot, Parteivize des Front National (links), fragt sich in einem Tweet, ob die ans Licht gelangten E-Mails von den Medien verschwiegene Details über Macron enthüllen würden. Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen glaubt, es könnte bei der Stichwahl noch zu einer Überraschung kommen. (16. Mai 2016)
Florian Philippot, Parteivize des Front National (links), fragt sich in einem Tweet, ob die ans Licht gelangten E-Mails von den Medien verschwiegene Details über Macron enthüllen würden. Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen glaubt, es könnte bei der Stichwahl noch zu einer Überraschung kommen. (16. Mai 2016)
Jacques Brinon, Keystone
Experten entdecken Parallelen zu Hacker-Angriff auf US-Demokraten: Emmanuel Macron anlässlich eines Besuches einer Gedenkstätte in Paris für den Völkermord an den Armeniern. (24. April 2017)
Experten entdecken Parallelen zu Hacker-Angriff auf US-Demokraten: Emmanuel Macron anlässlich eines Besuches einer Gedenkstätte in Paris für den Völkermord an den Armeniern. (24. April 2017)
Lionel Bonaventure, AFP
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Die rechtsextreme Front National von Marine Le Pen versuchte, mit einem Tweet Kapital aus dem Hackerangriff auf den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron zu schlagen. «Werden uns die #Macronleaks etwas zeigen, das der investigative Journalismus absichtlich versteckt hat?», fragte Parteivize Florian Philippot im Kurznachrichtendienst.

Le Pen sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP, es könne noch eine Überraschung geben. Ihrer Partei sei es gelungen, die französische Politik zu erneuern. Sie könne im Falle ihrer Wahl das gespaltene Land wieder zusammenbringen. «Ich will vor allem die Demokratie wieder einsetzen. Wir müssen die Verbindungen unter Menschen neu weben», sagte sie der AP. Macron würde die Spaltung verschlimmern, weil er die städtische Elite und grosse Geschäftsinteressen repräsentiere, sagte Le Pen.

4chan postete Links

Beim TV-Duell mit Macron am Mittwochabend hatte Le Pen angedeutet, ihr Rivale könnte ein heimliches Auslandskonto besitzen. Macron warf ihr Verleumdung vor und erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen Verbreitung von Falschnachrichten.

Das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron sieht sich als Opfer eines Hackerangriffs. E-Mails und Dokumente mit finanziellen Informationen seien bei einer «massiven und koordinierten» Attacke vor ein paar Wochen erbeutet und jetzt online gestellt worden. Die Webseite 4chan postete Links zu einer grossen Datensammlung, die den Angaben zufolge von Macrons Mannschaft erbeutet wurden.

Auswirkungen noch nicht absehbar

Wie sich die Veröffentlichung der Daten wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale auswirken würde, war nicht abzusehen. Offiziell endete der Wahlkampf um Mitternacht, kurz nachdem die Daten online gestellt wurden. Noch am Samstag waren Wähler in den Übersee-Départements zur Stimmabgabe aufgerufen.

dapd/oli

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