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Karadzic verteidigt in Den Haag seinen alten Verbündeten

Der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic hat den früheren Parlamentspräsidenten Momcilo Krajisnik verteidigt.

Angeklagt: Momcilo Krajisnik.
Angeklagt: Momcilo Krajisnik.
Keystone

Krajisnik sei kein Mitglied der bosnisch-serbischen Führung gewesen, bekräftigte Karadzic am Mittwoch vor dem Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag im Kreuzverhör der Anklage. Detaillierter wollte er sich nicht äussern, um sich bei seinem eigenen Völkermord-Prozess nicht selbst zu belasten.

Laut Anklage soll Krajisnik zusammen mit Karadzic die Vertreibung und Tötung von Muslimen und Kroaten im Bosnien-Krieg in den 90er Jahren geplant haben.

Krajisnik will ohne Einfluss gewesen sein

Der frühere Parlamentspräsident der bosnischen Serbenrepublik war bereits vor zwei Jahren in erster Instanz zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Nun versucht der 63-Jährige, der ebenso wie die Anklage gegen das Urteil Berufung einlegte, sich als wenig einflussreich in der damaligen Führung darzustellen.

SDA/oku

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