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Juncker lehnt «Vereinigte Staaten von Europa» ab

Die Amerikaner seien nicht für Europas Sicherheit zuständig, sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Er plädiert erneut für eine europäische Armee.

«Wir bleiben Partner»: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach dem Wahlsieg von Donald Trump.
«Wir bleiben Partner»: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach dem Wahlsieg von Donald Trump.
Archivbild, Keystone

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Forderungen nach den Vereinigten Staaten von Europa, also einem europäischen Bundesstaat, eine Absage erteilt. «Das sollten wir unterlassen», sagte Juncker am Mittwochabend in einer Europarede in Berlin.

«Die Menschen in unseren Ländern wollen überhaupt nicht die Vereinigten Staaten von Europa erleben», fügte er hinzu. Man sollte nicht den Eindruck schüren, «als ob die EU sich auf dem Weg der Verstaatlichung befinde».

Europäische Armee

Allerdings forderte Juncker eine engere Zusammenarbeit der EU-Staaten in Teilbereichen. Dies betreffe etwa die Verteidigung, die Sozialunion und die Vollendung des europäischen digitalen Binnenmarktes. Zudem forderte der Luxemburger eine gemeinsame Verteidigungspolitik, «bis hin zum Ziel der Einrichtung einer europäischen Armee».

Juncker äusserte sich am Tag nach der US-Wahl und betonte zugleich die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen, die unabhängig vom Ausgang der US-Präsidentenwahl wichtig blieben.

«Es gibt so viel Bande zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der EU, dass man nicht aus Verärgerung ... jetzt unsere Beziehungen zu den USA neu sortieren muss», sagte er. «Wir bleiben Partner, weil die Welt den engen Schulterschluss zwischen den USA und der EU braucht. Es geht um gemeinsame Werte.»

(SDA)

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