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Johnson: Geduld im Umgang mit Terroristen ist am Ende

Nach der jüngsten Messerattacke in London will der Premier die Gesetze in Grossbritannien verschärfen.

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«Es ist an der Zeit zu handeln»: Boris Johnson bei seinen Ausführungen im Old Royal Naval College in London. (Keystone/Jason Alden/3. Februar 2020)
«Es ist an der Zeit zu handeln»: Boris Johnson bei seinen Ausführungen im Old Royal Naval College in London. (Keystone/Jason Alden/3. Februar 2020)

Verurteilte Terroristen dürfen nach Ansicht des britischen Premiers Boris Johnson nicht automatisch früher aus dem Gefängnis entlassen werden. «Es ist an der Zeit zu handeln», sagte Johnson einen Tag nach der Terrorattacke in London vor Geschäftsleuten und Diplomaten.

Seine Geduld sei am Ende; die Regierung werde entsprechende Gesetze vorlegen. Es sei Experten zufolge sehr schwierig, Terroristen zu deradikalisieren. Geklärt werden müsse vor allem, wie die neuen Gesetze rückwirkend auf Terroristen angewendet werden könnten, die schon im Gefängnis sitzen.

Am Sonntagnachmittag hatte ein vorzeitig aus der Haft entlassener Mann eine Terrorattacke im Süden Londons verübt. Dabei waren drei Menschen verletzt worden; die Polizei erschoss den Täter.

Die Vorwürfe der Mutter

Die Mutter des Attentäters warf den Behörden vor, ihr Sohn sei im Gefängnis und in sozialen Netzwerken radikalisiert worden. Im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh sei er noch religiöser geworden, berichtete sie am Montag dem Sender Sky News. Sie beschrieb ihren Sohn als «höflich und liebenswert».

Der junge Mann war 2018 zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er Material für einen islamistisch motivierten Terroranschlag gesammelt und Propaganda verbreitet hatte. Er musste nur die Hälfte der Haftstrafe verbüssen.

(SDA)

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