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IWF verspricht Ukraine Milliarden

Die Ukraine steht kurz vor der Pleite. Nun hilft der IWF mit einem Rettungspaket. Allerdings muss die neue ukrainische Regierung Reformen anpacken, die vielen Menschen im Land nicht gefallen dürften.

Geldsegen rückt näher: Mann mit Brille des ukrainischen Designers Oleksy Zalevsky demonstriert in Kiew gegen die staatliche Korruption. (Archivbild)
Geldsegen rückt näher: Mann mit Brille des ukrainischen Designers Oleksy Zalevsky demonstriert in Kiew gegen die staatliche Korruption. (Archivbild)
Keystone

Der Internationale Währungsfonds will der pleitebedrohten Ukraine zur Stärkung der Wirtschaft einen Kredit zwischen 14 und 18 Milliarden Dollar gewähren. Das teilte der IWF nach zwei Wochen dauernden Gesprächen in Kiew mit. Der genaue Betrag werde festgelegt, wenn die ukrainischen Behörden ihre Bedürfnisse präzisiert hätten und geklärt sei, welche anderen Hilfen das Land bekommen werde. Insgesamt könnte die internationale Gemeinschaft auf einen Betrag von 27 Milliarden Dollar kommen.

Im Gegenzug für das Rettungspaket musste die neue Regierung in Kiew umfassenden Wirtschaftsreformen in dem von Korruption geplagten Land zustimmen. Sie beinhalten laut IWF die Aufrechterhaltung eines flexiblen Wechselkurses und eine Erneuerung im Energiesektor, um ihn profitabel zu machen. Die Umsetzung der Reformen ist für den Haushalt allerdings mit harten Einschnitten verbunden. Das könnte die Popularität der Regierung stark verringern.

24'000 Beamten droht Entlassung

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte vor dem Parlament, das Land sei «am Rande des wirtschaftlichen und finanziellen Bankrotts». Falls dringende Reformen nicht durchgeführt würden, könnte die Wirtschaft in diesem Jahr um zehn Prozent sinken. Im Gegenzug für den Kredit des IWF werde es Steuererhöhungen und höhere Energiepreise geben. Zudem werde man sich von zehn Prozent der Staatsbeamten trennen, das entspreche 24 000 Menschen.

Der IWF erklärte, die jüngste Wirtschaftspolitik habe das Wachstum drastisch verlangsamt und habe dazu beigetragen, ausländische Währungsreserven auf ein «kritisches niedriges Level» zu bringen. Ungünstig für die Ukraine ist auch, dass Russland die Preise für Gas erhöhen wird. Im Mai soll die Rechnung dafür ukrainischen Angaben zufolge um 50 Prozent ansteigen.

Bei den Gesprächen mit dem IWF hatte die Ukraine über einen Grosskredit von bis zu 20 Milliarden Dollar verhandelt.

AP/mrs

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